Neuigkeiten


09. November 2017

Unvergessliche Tage, goldener Herbst!

Die Reihe wunderschöner Erfolge hat heimlich still und leise mit dem Sieg von Heart Storm in Neuss begonnen, direkt darauf folgte bekanntlich der Sieg von Berlin Calling in Strasbourg. Dann kam der überragende zweite Platz im Listenrennen durch Wonderful Görl in Hannover und am 31. Oktober folgte mein privater Höhepunkt in Form der Geburt unserer Tochter Maylin Elen.
Eva-Maria und unser Töchterchen sind gesund und munter, Maylin unser neuer Erdling beginnt sich gerade einzuleben. Die Geburt war für mich natürlich ein unbeschreiblich schönes Erlebnis, welches ich in meinem Leben nicht missen möchte und nie wieder vergessen werde. Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns bei allen Gratulanten sehr herzlich bedanken.

Tim Assenheimer, 1. Vorstand der Turffreunde Baden e.V., und der Trainer

Schon am Tag darauf folgte dann das Sahnehäubchen der beruflichen Erfolge durch A Sunday Dreams Sieg in Maisons Laffitte.
Eine kleine Korrektur muss ich übrigens bei dem GAG von Wonderful Görl anbringen, dieses wurde inzwischen auf 86 Kilo erhöht.

Wer in den letzten Tagen GaloppOnline genauer gelesen hat, dem ist vielleicht eine bekannte Farbe bei der Wahl zum Ritt des Monats Oktober aufgefallen. Ja, es handelt sich um Evas Farben. Sibylle Vogts Ritt auf Heart Storm in Neuss ist einer von drei Vorschlägen. Schön, dass nicht immer die gleichen Reiter bei so einer Wahl als Kandidaten aufgestellt werden. Allen Lesern der Seite und Freunden des Stalles möchte ich ans Herz legen, Sibylle zu unterstützen und sie zu wählen. Sie hat tolle Ritte für unseren Stall absolviert, ist immer top ambitioniert, nimmt lange Reisen in Kauf und gibt - siehe Heart Storm-Ritt - immer alles.

→ Zum Abstimmungsformular

Am Samstag geht es jetzt mit Pressure und Tricky Tiger nach Strasbourg, am Montag reisen Alta Monte und Winzapper nach Mons.


03. November 2017

Betreffend den Zwischenstand der diesjährigen Stallpoule

Sehr wunderlich und bisweilen vielleicht nur schwer nachzuvollziehen, gestaltete sich heuer die Punktevergabe beziehungsweise daraus folgend der jeweilige Zwischenstand der Stallpoule. Für Gerücht muss es hingegen gelten, dass diese Situation durch kleinere Nachlässigkeiten des Verantwortlichen für die Aktualisierung der Tabelle auf dieser Seite nicht unbedingt entschärft wurde. Wie dem auch sei, um etwaige Verwirrung und Unklarheiten zu beseitigen, haben wir uns entschlossen, folgend einige Erläuterungen anzubringen.
Was die Situation so vorderhand undurchsichtig macht ist der Umstand, dass heuer einerseits erstmalig die Zweijährigen und Dreijährigen entscheidenden Beitrag zum Kampf um die vorderen Plätze lieferten, andererseits, auch das kam bisher nur vereinzelt vor, der Multiplikator für Listenrennen und solche mit einer Gesamtdotation von mindestens €20.000,- schlagend wurde. Beide Faktoren zusammengenommen sind der Grund für den (wohl entgültigen) Punktestand der aktuell Führenden Wonderful Görl. Ob ihres Alters wurde ihre Punkteanzahl (6 für einen Sieg, 2x3 für zwei zweite Plätz) jeweils verzweieinhalbfacht (also 15 und 2x7,5); prinzipiell, denn vergangenen Sonntag reüssierte Wonderful Görl bekanntlich mit einem zweiten Platz im Listenrennen: die dafür erhaltenen 7,5 Punkte wurden demnach noch durch einen 50% Bonus ergänzt (7,5 plus 3,75); insgesamt ergibt das für die Stute also eine Punkteanzahl von 33,25 32,75 19,77 33,75.
Ähnlich verworren gestaltet sich der Rechenvorgang für die aktuell zweite A Sunday Dream: einerseits dreijährig, also mit dem Bonus eineinhalbfacher Punkteanzahl versehen (9 für den Sieg, 3 für den dritten und 1,5 Punkt für den vierten Platz), andererseits sämtliche poulerelevanten Resultate in Rennen mit einer Dotation höher als €20.000,- erzielt (d.i. also 13,5 plus 4,5 plus 2,25), ergo: darf das jetzt jeder selber addieren oder das Ergebnis in der aktuellen Pouletabelle nachsehen. Die drittplazierte Doris ist hingegen einfach nur eine Dreijährige und als solche eigentlich ganz unkompliziert: vier dritte und drei vierte Plätze ergeben insgesamt (4x3+3x1,5=) 16,5.
So sieht das also aus.


01. November 2017

A Wednesday Dream

Für den ersten Sieg unseres Quartiers auf der altehrwürdigen Bahn in Maisons-Laffitte sorgte heute A Sunday Dream. Mit Antoine Hamelin im Sattel und einer stets auf Distanz gehaltenen dreizehn Pferde starken Konkurrenz im Nacken, legte das Turfbambi die 2200 zu absolvierenden Meter in der zuletzt schon für Berlin Calling und Heart Storm Tauglichkeit bewiesen habenden Taktik zurück. Fünf Längen niemals gefährdeten Vorsprunges waren es im Ziel schließlich.

Zum Bericht auf → GaloppOnline

A Sunday Dream und die Requisiten der Siegesfeier

Exzellente Wonderful Görl!

Übelstes Schlechwetter mit Regen und Hagel in Hannover konnte unsere Wonderful Görl nicht an einer grandiosen Leistung im Listenrennen für zweijährige Stuten hindern. Sie lief von der Spitze aus, wurde auf der Zielgeraden jedoch von Dark Liberty noch gestellt. Auch in der Niederlage hat sie einen tollen Job gemacht, immerhin war die drittplatzierte Sojourn bereits um fünf Längen geschlagen. Selbst musste sie sich nur einer profilierten und sehr routinierten englischen Gaststute beugen. Wonderful Görl konnte sich seit ihrem Sieg in Düsseldorf also nochmal steigern und mit dieser Vorstellung hat sie unseren Stall wieder aufs Black Type Parkett geführt. Für Besitzer, Trainer und den Stall ist dieses Abschneiden enorm wichtig. Ihre Leistung wurde mit 84,5 kg GAG belohnt, das erste Kaufangebot flatterte bereits am Montag herein. Dieses Jahr wird die Stute nicht mehr an den Ablauf kommen, fürs nächste Jahr dürfen wir jedoch träumen. Wir hoffen, dass sie nächstes Jahr Distanzen bis 1600m steht.

Auch die kleine, leichte, treue Doris konnte wieder eine solide Leistung abrufen. Leider reichte es in diesem Jahr noch nicht zu einem Sieg. Ich bin überzeugt, sie wird eine gute nächste Saison absolvieren und dann einiges nachholen können.

Alta Monte lief in Mons wieder gut, auch für ihn scheint es sich heuer einfach nicht für einen vollen Erfolg auszugehen. Diesmal kam er allerdings wirklich sehr knapp an einen Sieg heran. Bacchus Danon hingegen war nicht ganz in Ordnung, es besteht der Verdacht auf eine Verschleimung.

Besitzer Werner Herb, Wonderful Görl, Futtermeister Sebastian Schirner und Trainer in Hannover

28. Oktober 2017

Wonder, Wonder, Wonderful Görl
(Eine Vor- und Nachschau)

Mit einer erfolgreichen Woche im Rücken treten wir die Reise nach Hannover an. Die guten Leistungen von Wonderful Görl ermöglichen uns, wiedereinmal auf Black Type Ebene mitzumischen. Die Anspannung ist zuletzt entsprechend gewachsen und ich muss zugeben, dass ich die letzten Tage verstärkt beobachtet habe, welche Pferde noch in dem Rennen stehen geblieben sind, beziehungsweise ob eventuell Kandidaten nachgenannt wurden. Die Formen der anderen Pferde wurden, um mir ein Bild zu verschaffen, schon früh studiert. Wonderful Görl hat seit ihrem letzten Rennen nochmal einen Sprung gemacht, sich körperlich weiterentwickelt und ist zusätzlich im Kopf enorm gereift. Ohnehin konnte ich so eine Entwicklung, wie sie bei ihr zu beobachten war, noch nicht oft miterleben. Ursprünglich war sie schon ziemlich wach, fast ein wenig hippelig, inzwischen ist sie total abgebrüht und 'ne coole Socke geworden.
Bei einem entsprechenden Rennverlauf dürfen wir durchaus optimistisch in dieses Rennen gehen. Es ist übrigens meine erste Starterin in einem deutschen Listenrennen für zweijährige Pferde. Dass ihre letzten Arbeiten natürlich sehr gut waren, brauche ich nicht extra zu erwähnen, wir würden ohne entsprechende Grundlage nicht in so einem Rennen an den Start. Dass wir uns in der Straße nicht völlig irren, zeigt auch die Tatsache, dass Andreas Wöhlers Stalljockey Eduardo Pedroza Tia Maria reitet und nicht seine zweite Starterin. Tia Maria konnten wir beim letzten Start, auch wenn sie da entschuldigt war, hinter uns lassen.

Neben Wonderful Görl reist auch Doris nach Hannover. Die super zuverlässige Stute hätte sich nach vielen guten Vorstellungen einen Sieg redlich verdient. Nach wie vor ist sie bestens am Posten.
Am Montag laufen Alta Monte und Bacchus Danon in Mons. Alta Monte wurde zuletzt in Mons taktisch schlecht geritten. Es ist seine Jahreszeit und er sieht prima aus, ich erwarte also ein gutes Laufen von ihm. Bacchus Danon hat mich in Neuss enttäuscht. Beim vorletzten Start, ebenfalls in Mons, lief er bedeutend besser, scheiterte aber am zu langsamen Rennen. Wir erwarten eine umgehende Korrektur der letzten Vorstellung.

Wonderful Görls Stallgefährtin Berlin Calling konnte zuletzt in Strasbourg sehr schön Start-Ziel gewinnen, ein Antreten Mitte November wird als nächstes ins Auge gefasst.
Heart Storm gewann bereits am Tag zuvor in Neuss, er reist eventuell Mitte November ins belgische Mons, danach planen wir wieder für die deutschen Sandbahnen.
Rock to the Moon war in Lyon La Soie unter Wert geschlagen. Er fand in der entscheidenen Phase keine Lücke, ein besseres Resultat war jedenfalls im Bereich des Möglichen.
Never Say Never war zu offensiv vorgetragen. Blamiert hat sie sich nicht, ewig schade, dass sie kein Geld mitbringen konnte.

Kommende Woche haben wir am 31. Oktober in Chantilly mit Pic A Sou, und am 1. November in München (Pressure und Tricky Tiger), Maisons Laffitte (A Sunday Dream) und Lyon Parilly (Lebowski) nochmal einige Starter am Ablauf. Uns steht also die letzte richtig 'heiße' Woche in diesem Jahr bevor, danach wird es - zumindest im Stall - wohl etwas ruhiger zugehen.

Viel Spaß beim Lesen und beim Beobachten der Rennen!


25. Oktober 2017

Berlin Calling

... gewinnt und zwar leicht, und das nicht einmal so weit weg sondern quasi direkt vor der eigenen Haustüre, nämlich in Strasbourg. Berlin Calling, mit Filip Minarik im Sattel, griff dabei auf die schon gestern sich bewährt habende Taktik von Stallkollegen Heart Storm zurück. Berlin Calling wurde also schon vom Absprung weg recht zügig an die Spitze geführt und sieht das ganze restliche Rennen keine Konkurrenz mehr vor sich. Berlin Calling, der Stall Herb-Schützling, hat zwischenzeitlich einige Angriffe abzuwehren, kommt im Ziel aber schließlich mit einer mühelosen eine Länge Vorsprung an.
Auch Iffezheim liegt am Fluss und vor einer neuen Eiszeit braucht sich derzeit niemand zu fürchten.

Photo von Albert Eyermann

24. Oktober 2017

Kein Sand im Getriebe

Photo von Marc Rühl

Mit einem Sieg läutete Heart Storm heute die Sandbahnsaison in Neuss ein. Für besondere Aufregung war dabei allerdings nicht gesorgt: schon vom Start weg wurde der am Toto nicht unbedingt favorisierte Wallach von Reiterin Sibylle Vogt vehement an die Spitze geführt und dort hielt er sich dann auch über die gesamte Distanz von 2300m bis zur mit einer leichten dreiviertel Länge überquerten Ziellinie und dem zweiten Saisonsieg für sich und seine Besitzerin Eva-Maria Geisler.


22. Oktober 2017

Drei Auktionszuschläge

Bei der gestern zu Ende gegangen BBAG-Aktion im Rahmen des 'Sales & Racing Festival 2017' gab unser Stall dreimal das erfolgreiche Gebot ab: mit Lot Nr. 4 Brunlukka, einer Soldier Hollow-Stute, Lot Nr. 8, einer Lord of England-Stute, sowie Lot Nr. 107 Bronco, einem Dabirsim-Hengst fanden drei Jährlinge im Traingsquartier Iffezheim eine neue Heimat.


14. Oktober 2017

Vorschau auf Köln und Nancy

Voller Vorfreude blickten wir diese Woche dem Rennen Be A Waves Start in Chantilly entgegen. Ihre Arbeiten waren wirklich sehr schön anzusehen, leider musste ich sie heute morgen kurzfristig als Nichstarter deklarieren.

Nach wie vor richtig wohl fühlen sich die beiden 'Kölner' Doris und Jolly Boy. Doris lief zuletzt schon ein eigenartiges Rennen: sie sprang gut ab, befand sich im Feld, als sie plötzlich Mitte Gegenseite völlig aus dem Rennen fiel. Um den Bogen wirkten wir völlig chancenlos. Auf der Zielgerade musste Andre Best alles was ging auspacken; mit Erfolg, sie wurde schließlich, vor einem späteren Sieger, noch gute Dritte. Nach dem Rennen konnte ein Eisenverlust als Ursache für den Auftritt festgestellt werden. Morgen wird es zwar nicht leichter, aber nach der letzten Form, sollte sie wieder zu den chancenreichen Pferden gehören. Zumal wieder Andre Best im Sattel sitzt und sie jetzt ja schon besser kennt. Eigentlich hätte sie sich nach all den guten Leistungen in diesem Jahr mittlerweile einen vollen Erfolg verdient.
Jolly Boy lieferte zuletzt in Nancy eine tolle Leistung ab. Er lief in einem Altersgewichtsrennen besser als es durch seine Marke angezeigt war. Wie wir wissen, ist weicher Boden nicht sein Freund, vielleicht kann er mit seiner guten Form aber auch das wettmachen.

In Nancy treten wir mit Liberica erstmals in neuen Farben an. Die Stute lief bei ihren letzten Starts so, als ob sie weitere Wege bevorzugen würde. Sie hat eine kurze Pause hinter sich, da das 'richtige' Rennen für sie einfach nicht zu finden war. Startbox 2 ist eine gute Ausgangslage. Auch sie ist noch frisch und munter und bei den wenigen Starts noch 'aufgespart'. Zu guter letzt noch ein Lesetipp: der → Handicapper-Blog auf der Webseite von → German Racing, geschrieben von Harald Siemen, ist sehr empfehlenswert, mit nationalen und internationalen Infos, zu denen man sonst nichts erfährt.


12. Oktober 2017

Von Sonntagsträumen und weniger traumhaften Sonntagen

A Sunday Dream war am Montag dann der Rausreißer. Während die Starter in München und Montier-en-Der alles andere als Freude bereiteten, lief A Sunday Dream ein weiteres Mal absolut überzeugend. Zudem war sie diesmal im Vorfeld deutlich kooperativer als zuletzt. Auch das Einrücken in die Startmaschine war überhaupt kein Problem mehr. Ihr Verhalten hat sich also sehr positiv entwickelt, was vielleicht auch am Beisein ihrer Mama (Sheila Audörsch) gelegen haben mag. Die Leistung war jedenfalls wieder sehr fein, die kleine Maus verfügt über ein wahres Kämpferherz und hat sich einen Sieg bald verdient. Mit etwas mehr Rennglück wäre eine bessere Platzierung drinnen gewesen. Ihr nächster Start könnte am 1. November in Maisons Laffitte oder Lyon stattfinden.

Etwas enttäuscht war ich tags zuvor von meinen Debutanten in München - und von der Professionalität mancher Reiter. Ich war schon ziemlich vor den Kopf gestossen, als ich mitbekam, dass der Reiter von Sisikam ohne einen Zweijährigen-Stock in das Rennen ging. Grund: er hatte keinen mit und der Jockeydiener keine übrig für ihn. Jeder, der mich kennt, weiss, dass ich keinen Debutanten mit dem Stock bearbeiten lasse, aber ganz ohne geht halt auch nicht. Gerade junge Pferde brauchen ja auch manchmal eine Anlehnung. In jedem Job muss man sein Werkzeug mithaben, ohne Wenn und Aber.
Letztlich war es aber auch kein Boden für unroutinierte Pferde oder eben Debutanten. Kinky Kylie hatte zu allem Überdruss auch noch eine Startverzögerung, was natürlich ebenso nicht förderlich war. Winzapper lief gar nicht so verkehrt, wurde aber mit den erstmals angelegten Seitenblendern zu ehrgeizig und zu offensiv geritten. Winfield war bei seinem Comeback entschuldigt.

Mit Lebowski wird am Samstag ein weiteres Pferd sein Comeback geben. Er musste nach einer Verletzung pausieren und startet nun erstmals seit Bratislava im Juni wieder. Er wird den Start noch benötigen.


07. Oktober 2017

Die Zweijährigen entschädigen

Die guten Leistungen der Pferde in den letzten Wochen entschädigte etwas für die davor gezeigten Leistungen. Gerade bei den Zweijährigen scheinen wir heuer, wie an dieser Stelle bereits früher bemerkt, gut aufgestellt zu sein. Wir konnten bisher drei zweijährige Starter herausbringen, zwei davon, Be A Wave und Wonderful Görl, vermochten sich bereits in die Siegerlisten einzutragen, der dritte im Bunde, Sevillano, landete ebenfalls schon in den Geldrängen. Mit dieser Bilanz dürfen wir durchaus zufrieden sein.
Be A Wave wird nach einer guten Schlussarbeit heute morgen, kommende Woche Sonntag nach Chantilly reisen um dort über 1200m zu starten. Sollte alles planmäßig verlaufen und Wonderful Görl ihre gute Form weiterhin halten können, werden wir sie am 29. Oktober in Hannover auf Listenebene wieder vorstellen. Sie kam sehr gut aus ihrem letzten Rennen, ihre professionelle Art in Düsseldorf war schon faszinierend. Vom Transport, über die Art, wie sie sich im Führring zu präsentieren wusste, ihren Aufgalopp absolvierte und sich im Rennen verhielt - einfach toll.
Über der von den Zweijährigen gestifteten Freude soll jedoch nicht vergessen werden, dass auch meine anderen Starter der vergangenen Tage großteils gute Figur machten und Geld mitgebrachten.

So Super (das Pferd)

Morgen sind wir mit fünf Startern in München vertreten. Den Beginn machen dabei die Zweijährigen. Der vor kurzem zu uns gekommene So Super von Familie Haller wird ebenso sein Debut abgeben wie Sisikam. So Super ist ein weit entwickelter Hengst, etwas phlegmatisch vielleicht, er kann jedoch alles und ist startfähig. Er soll in diesem Rennen an Erfahrung gewinnen, um dann eventuell am 1. November im Auktionsrennen zu laufen. Sisikam (erste Namensgebung von Lilly) verriet bereits Mitte des Jahres in der Arbeit ihr Galoppiervermögen. Sie zeigte sich nur immer ein wenig zu ehrgeizig und machte zu früh zu viel. Dieses Verhalten hat sich nach der Großen Woche schlagartig verbessert. Ihre letzte Arbeit war schon recht fein, auch sie soll dieses Rennen jedoch in erster Linie zu Lernzwecken absolvieren.
Kinky Kylie gibt morgen, bedingt durch eine Meniskusoperation Ende letzten Jahres, ein spätes Debut.
Auch bei Winfield spielten gesundheitliche Gründe ein Rolle dafür, dass er erst nach einem Jahr Pause wieder an den Start kommt.
Mein morgiges Mummpferd ist Winzapper, der sich zuletzt in Köln unter Wert geschlagen geben musste. Er ist ein ziemlich abgebrühter Typ und braucht viel Unterstützung, Reiterin Larissa Biess muss sich also auf viel Arbeit einstellen.

Sisikam

Nach Montier-en-Der reisen wir mit drei Startern. Den Beginn macht Lips Dancer. Er kam zuletzt lahm aus dem Rennen, hat sich vertreten (nicht lassen) und war somit entschuldigt. Ganz leicht sieht es diesmal nicht aus. Amareion ist nur einer von ein paar soliden Pferden in diesem Reclamer.
Heart Storm gewann zuletzt souverän eine kleine Prüfung. Trotz seiner Größe scheint er mit kleinen Bahnen gut zurecht zu kommen. Einmal probieren wir es mit ihm noch in Frankreich. Klappt das nicht, werden wir uns wohl wieder auf Deutschland konzentrieren. Er kam sehr gut aus seinem letzten Rennen und befindet sich aktuell in guter Verfassung.
Pic A Sou ist ein Kapitel für sich. Dieses Pferd ist mir gesagt ehrlich nicht mehr 'wurscht'. Obwohl seine Leistungen im Training nie überragend waren, begann seine Laufbahn mit einem vierten Platz in Wissembourg doch recht ordentlich. Als Folge dieses Rennens konnte er auch seine Arbeitsleistungen zusehends verbessern. Beim nächsten Start blieb er in einer zu starken Aufgabe in Lyon trotz guten Laufens unplatziert und danach begann eine wahre Pechserie: zunächst ein kurzfristigen Reiterwechsel in Aix-les-Bains, in Folge dessen der Ersatzreiter im Rennen machte was er wollte, anschließend ein Fehlstart und Eisenverlust in Vittel. Zuletzt in Nancy über 1350m lief er insgesamt zwar recht ansprechend, nachdem er jedoch am Start einen Augenblick verzögert hatte, war diese Leistung schon zu Beginn von der Belohnung mit einem gutem Resultat ausgeschlossen. Ein Königreich für ein normales Rennen! - denn der Bursche ist echt gut am Posten, zieht das Pech aber förmlich an.

Ein Detail am Rande: von ihren bisher sechs Starts absolvierte A Sunday Dream jeweils zwei an Montagen und Dienstagen, einen an Mittwoch und Sonntag. Diesmal ist wieder der Montag dran und zwar in Compiegne. Ihr letztes Laufen in St. Cloud war bärenstark, eine Schippe muss sie diesmal aber noch drauflegen um vorne mitmischen zu können. Den von ihr präferiert weichen Boden sollte sie jedenfalls vorfinden. Ein Rennen aus dem Vordertreffen ist für sie wichtig, im Sattel sitzt der selbe Reiter wie zuletzt, Antoine Hamelin. Sie ist riesig auf dem Posten und schreit förmlich nach einem Rennen.

Viel Spaß beim Beobachten der Rennen!


01. Oktober 2017

Wonderful Görl startet mit der 1 aus Box Nummer 7 und gewinnt ihr Rennen

Photo von Marc Rühl

Nur zwei Wochen nach Be A Waves fulminantem Auftritt in der Wiener Freudenau, konnte heute in Düsseldorf mit Wonderful Görl erneut eine der Zweijährigen ihr Talent unter Beweis stellen. Über genau 1400m, nicht mehr und nicht weniger, musste der Stall Herb-Schützling mit einerseits der wenig rennrelevanten Rolle des mit 136:10 längsten Außenseiters, andererseits der für das Rennen duchaus unangenehmen Voraussetzung äußerster Startbox vorlieb nehmen. Von Koen Clijmans wurde die Stute dann gleich nach dem Absprung zügig in Front und dort im Gleichschritt mit Turfdiva durch den ersten Bogen gebracht. Nachdem sie sich zwischenzeitlich einen kleinen Vorteil gegenüber der Konkurrenz erarbeitet hatte, büßte sie durch die ungünstige äußere Spur im Schlussbogen einige Meter ihres bis dahin knappen Vorsprunges zwar wieder ein, dem auf der Zielgeraden verschärften Tempo vermochte aber schließlich nur mehr die bis zur sicher überquerten Linie auf eine halbe Länge nachgeeilte Fährhoferin Conscious etwas entgegenzusetzen.

Zum Bericht auf → German Racing

Photo von Marc Rühl

24. September 2017

Sieg in Mannheim

Photo von Sibylle Maus

Nachdem ihr dieses Kunststück schon als Reiterin zwei Mal glückte, durfte Eva-Maria Geisler heute erstmals auch als Besitzerin von Heart Storm über einen vollen Erfolg jubeln. In dem Rennen über 2800(±300)m wurde der fünfjährige Wallach von Sibylle Vogt (die damit ihren ersten Sieg für unser Quartier holte) schon vom Start weg in Führung gebracht. Bis dahin noch auf Tuchfühlung mit dem Rest des Feldes, verschärfte Heart Storm mit Beginn des zweiten Durchlaufens der Gegengerade das Tempo und enteilte auf drei, vier Längen, die am Weg zum hochüberlegenen und zu keinem Zeitpunkt gefährdeten Sieg noch zu einem Vorsprung von elf Längen anwuchsen.
Abgerundet wurde der heutige Tag durch den zweiten Platz von Danuvius (ebenfalls in Mannheim und mit Sibylle Vogt) sowie den dritten Platz durch Doris (Andre Best) in Köln.


17. September 2017

Ein Tag in der Freudenau

Photo von Eduard Risavy

Einen unvergesslichen Tag durften wir gestern in der Wiener Freudenau erleben; nicht nur weil wir gewinnen konnten und dies der erste Sieg dieser neuen Besitzergemeinschaft war. Viele Leute kamen zum Teil von wirklich weit her angereist um den Renntag in der Freudenau zu besuchen und alte Bekannte wieder zu treffen. Ein Tag hat leider kaum ausgereicht um alle ordentlich zu begrüßen und zumindest ein paar Sätze zu wechseln. Generell wurde der Renntag gut organisiert und stimmungsvoll über die Bühne gebracht. Gemischtes Publikum war vorort, zum Teil viel Eventpublikum, zum Teil unser altes Fachpublikum sowie viele Leute aus anderen Ländern, die auch gerne wieder einen Renntag in Wien erleben wollten.

Photo von Eduard Rivasy

Nun noch kurz einige paar Worte zum Rennverlauf: Nach dem Start war es eine sehr flaue Fahrt, die ungern von unserem Sevillano mit Sibylle Vogt angeschlagen wurde. Direkt dahinter platzierte sich Be A Wave. Das Tempo wurde nach etwa 500m jedoch deutlich verstärkt und ab 400m vor dem Ziel suchte Be A Waves Reiter Bauyrzhan Murzabayev die Entscheidung, wobei die Stute dann noch ein paar Galoppsprünge brauchte um den höheren Gang zu finden. Sie übernahm dann aber nicht nur resolut die Führung, sondern konnte sich auf einen Schlag auch gleich um einige Längen vom Feld lösen. Sie gewann schließlich 'angehalten' mit drei Längen, voll ausgeritten wären es wohl wesentlich mehr geworden. Auch Sevillano wusste zu gefallen und sollte ein Pferd mit Zukunft sein. Wie hoch Be A Waves Potential anzuschlagen ist, traue ich mir nach dem Rennen nicht zu sagen, aber mehr als leicht gewinnen konnte sie nicht.

Der Sieg von Iraklion im 'St. Leger' war einem fantastischen Ritt des Newcomers des Jahres Bauyrzhan Murzabayev geschuldet. Keiner wollte die Pace machen, sodass es anfangs ein richtiges Bummel-Tempo gab. Also übernahm Murzabayev mit dem Favoriten das Kommando. Als es zu Erhöhung des Tempos durch I Do unter Sibylle Vogt kam, konnte Iraklion kurz nicht folgen und benötigte jeden Meter der 700m langen Geraden um das Ruder noch herum zu reißen und im Ziel die Nase vorne zu haben. I Do lief nach einem ebenso guten Ritt weit über seinen Verhältnissen und kam schließlich noch vor dem Cofavoriten Swordshire als Dritter an.

Bericht in der Tageszeitung → Der Standard
Bericht auf → GaloppOnline

Vorschau

Mit deutlich höheren Erwartungen als zuletzt in Iffezheim fahren wir morgen mit Never Say Never nach Paris. Weicher Boden, längere Distanz, ein Start im Bauch, ein Kilo Nachlass sowie ein Reiter (Filip Minarik), der die Stute kennt und mit ihr schon gewinnen konnte, sind ideale Voraussetzungen. Klar ist aber auch eine zweite Abteilung im Tierce keine Kindergeburtstagsfeier.
A Sunday Dream enttäuschte zuletzt etwas und wechselt nun vom Maidenrennen zum Reclamer der gehobeneren Sorte. Sie hat in der Arbeit einen guten, frischen Eindruck hinterlassen.

In Mons treten wir mit Soriano und Bacchus Danon an. Letzterer ist unser Belgien-Spezialist. Diesen Start könnte er nach einer Pause noch brauchen, generell läuft er in Mons aber immer sehr brave Rennen.
Soriano versuchen wir diesmal auf etwas weiterem Weg und erstmals auf Sand. In Baden war er indisponiert, diese Form konnte nicht stimmen. Wir hoffen er kommt mit den neuen Bedingungen klar.

Lips Dancers unerwartet schwache Form in Divonne ist zu entschuldigen, er kam lahm aus dem Rennen.


16. September 2017

"Wir haben gewonnen!" ...

... tönte es heute beim Einlauf des vierten Rennens lautstark von der Tribüne der Wiener Freudenau. Kaum zu überhören war nämlich die Freude der drei mitgereisten Vertreter des Stalles Goldbrücke, als ihr Schützling, die zweijährige Be A Wave, mit leichten drei Längen Vorsprung die Ziellinie im mit €10.000,- dotierten 'Graf Nikolaus Esterhazy Memorial' überquerte. Über 1200m hatte die von Bauyrzhan Murzabayev gerittene Bated Breath-Stute keine Mühe, sich gegen die am Toto favorisierte Night of Overdose durchzusetzen und für alle Beteiligten die weite Anreise zu diesem trotz des Wetters gut besuchten und insgesamt äußerst stimmungvollen Freudenauer Renntages zu rechtfertigen.

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15. September 2017

Servus geliebtes Wien!

Georg Stärk (damaliger Präsident des Österr. Amateurverbandes),
Dagmar Geisler, Gerald Geisler, Sponsor des Rennens

Morgen Samstag findet erstmals seit neun Jahren, genauerhin dem 7. September 2008, wieder ein Renntag auf meiner Heimatbahn in der Wiener Freudenau statt. Damals schon beziehungsweise noch aus München kommend, konnten wir uns mit zwei Siegen durch Wild Storm und Rudolfo aus der Freudenau verabschieden.
In die Zeit, in der die Rennbahn nun im Dornröschenschlaf lag, hat sich eine Menge verändert in meinem Leben: mein Umzug nach Iffezheim, meine Hochzeit mit Eva-Maria und in Kürze werde ich Vater einer Tochter. All das bietet natürlich reichlich Platz für Sentimentalitäten. Immerhin lernte ich auf dieser Bahn nicht nur den Rennsport kennen und lieben, sondern verbrachte auch als Rennreiter und Trainer meine ersten Siege und wunderschöne Stunden. Den Schritt nach Deutschland habe ich zwar niemals bereut, aber die Liebe zu meiner Heimatstadt, in der ich zur Schule besuchte und die erste Hälfte meines Lebens verbracht habe, ging nie verloren. Es wird schon ein komisches Gefühl sein, nach all der Zeit, wieder da zu sein und Rennen zu sehen. Aber natürlich freue mich auch riesig darauf, alte Bekannte wieder zu treffen.

Gerald Geisler auf Wellington
Als im Frühjahr bekannt wurde, dass im September wieder mal ein Renntag in der Freudenau stattfinden soll, war mir also sofort klar, dass ich gerne mit dem einen oder anderen Starter dabei sein möchte. Es sind nun zwei Zweijährige geworden, die über 1200m laufen werden. Be A Wave (Bauyrzhan Murzabayev), nach bisherigen Eindrücken eine reine Fliegerin, gab in Iffezheim ihr Debüt, hat dabei über 1400m alles andere als enttäuscht. Gegen offensichtlich bessere Pferde war sie erst spät geschlagen und wurde schließlich knappe Sechste. Sie konnte von dem Start eindeutig profitiert, die Verkürzung auf 1200m sollte ihr außerdem entgegenkommen.
Mein zweiter Starter Sevillano (Sibylle Vogt) ist an der Arbeitsleistungen gemessen vielleicht etwas unter Be A Wave einzuschätzen, benötigt eventuell auch etwas mehr Distanz. Dennoch wusste auch er in jeder seiner Arbeiten zu gefallen. Sein Debüt gab er in Divonne in der französischen Provinz, musste damals lange in der Startmaschine verharren und verspätete sich deswegen etwas. Nichtsdestotrotz hat auch er nicht enttäuscht.
Sieben Pferde werden in diesem Rennen an den Ablauf kommen. Zwei davon können schon Siege vorweisen, Tie Em Up Tel, ein englisch gezogenes Pferd, ist sogar schon Doppelseiger. Wir besitzen diesem Pferd gegenüber jedoch große Gewichtsvorteile, was die Sache schon spannend macht, denn auch die zweite Siegerin Night for Overdose, die aus Ungarn angereist kommt, muss Aufgewicht in Kauf nehmen. Eine weitere Stute (Finios) war bereits in einem tschechischen Listenrennen platziert, was diese Form wert ist, kann ich selbst erst nach dem Rennen sagen. Unsere beiden Starter werden jedenfalls gut gerüstet antreten.

Nicht nur des Wiener Renntages wegen wird es ein spannendes Wochenende. Am Samstag startet außerdem Lips Dancer unter Bertrand Flandrin in Divonne. Er sollte dabei mit sehr guten Chancen ins Rennen gehen. Ebenso dürfte Leoderprofi am Sonntag in Strasbourg ideale Bedingungen antreffen und mit guten Chancen antreten. Tricky Tiger hingegen bräuchte es etwas fester, ist aber nach wie vor gut am Posten.
Am selben Tag tritt Pressure in Compiegne in einem Ausgleich auf seiner Idealdistanz an. Er ist Bodenunabhängig, muss aber genau nach Order geritten werden.
Am Montag geht es mit Never Say Never und A Sunday Dream in Saint-Cloud und mit Bacchus Danon und Soriano in Mons weiter, Genaueres dazu aber am Sonntag.

Vergangenes Wochenende waren wir in München. Mit Rock to the Moon im Ausgleich 2 war ich sehr zufrieden. Auf schnellerem Boden machte er es sehr, sehr spannend gemacht. Aber in München läuft er immer ohnehin gut und auf den Ausgleich 2 haben wir schon seit Wochen hingearbeitet. Sein nächster Start ist nun in Köln oder im französischen Reclamer. Auch Alta Monte hat mir wieder Freude bereitet und sehr brav gekämpft. Winzapper konnte sich bisher von Start zu Start steigern. Er bekam eine faire Marke, die er auch können wird.

Bericht in der Tageszeitung → Der Standard
Zur Seite des → Österreichischen Rennverein-Wien Freudenau
Zur Seite von → Ascot Vienna

Be A Wave (Photo von Frank Sorge)

09. September 2017

Debütsieg für unseren Lehrling

Schon bei seinem vierten Start feierte Alois Gräter seinen ersten Erfolg als Rennreiter. Auf dem von Manfred Türk trainierten 217:10-Außenseiter Kepheus konnte er heute in Magdeburg einen überlegenen Start-Ziel-Sieg einholen.


02. September 2017

Ein kleiner Lichtblick

Während das heute zuende gegangene Meeting hoffentlich schon sehr bald keine Anstrengung unseres Gedächtnismuskels mehr in Anspruch nehmen wird, geben die an diesem Wochenende in Divonne gezeigten Formen teilweise einen kleinen Hoffnungsschimmer. Schon gestern wurde Night of Mystery Dritte - und unmittelbar im Anschluss auftrags des Besitzers verkauft, heute kamen wir sowohl mit Leoderprofi als auch Liberica in die Geldränge; beide Male sprach erst das Zielphoto gegen eine bessere Platzierung. Wir sind jedoch überzeugt, dass sich dieses Pech schon bald ausgleichen wird. Für Liberica war ein Sieg in greifbarer Nähe und Leos Abschneiden von einer Behinderung an der 200m-Marke geprägt, die er trotz eines starken Finishes nicht mehr wettzumachen vermochte.


30. August 2017

Nach- und Vorschau

Ein ausgesprochenes Fliegerrennen war das Auktionsrennen für zweijährige Stuten am vergangenen Sonntag. Selbst die bisher zweifache Siegerin aus England fand sich von dem hohen Tempo im Rennen überfordert. Nicht anders erging es leider auch unserer Starterin Wonderful Görl, die in keinster Weise an die Trainingseindrücke anschließen konnte. Trotzdem haben wir nach wie vor eine gute Meinung von der Stute. Das enorm hohe Tempo, nicht zuletzt bedingt durch den schnellen Boden, war einfach nicht nach ihrem Geschmack. Das Rennen brachte jedenfalls die Erkenntnis, dass sie nicht nur vom Exterieur keine Fliegerin ist und sich auf Distanzen zwischen 1400m und 1600m wohler fühlen wird. Zum Vergleich: die wohl bisher beste Siegerin dieses Rennens, die großartige Night Magic, beendete dieses Rennen um über eine Sekunde langsamer als jenes am Sonntag gelaufen wurde; die 'Goldene Peitsche' am selben Tag, ein Gruppe 2-Rennen für Dreijährige und ältere Pferde, wurde nur um eine gute Sekunde schneller als das Auktionsrennen absolviert. Der Weg von Wonderful Görl wird wohl nach Frankreich führen, dort wollen wir uns dann rehabilitieren.
Doris konnte in ihrem Rennen als Speedpferd leider auch nichts ausrichten. Sie lief brav, aber die vorderen Pferde kamen einfach nicht zurück.

Heute debütieren wir die Bated Breath-Stute Be A Wave. Sie kommt nach nur neun Monaten im Training bereits an den Ablauf, sogar ein noch früherer Start wäre möglich gewesen, hätte sie in den Sommermonaten nicht unter Schienbeinen gelitten. Diese haben uns noch bis in den Juli begleitet. Auch Be A Wave ist wie Wonderful Görl ein Pferd mit Perspektive und ich bin gespannt auf ihre Karriere. Um heute vorne mitmischen zu können, fehlt uns eine rasche Arbeit, das Rennnen kommt für sie wohl ein, zwei Wochen zu früh. Letztendlich meine ich auch, dass sie auf 1200m aktuell besser aufgehoben wäre, leider gibt es auf dieser Distanz in Deutschland kaum oder zumindest keine Rennen für zweijährige Pferde.
Morgen kommt Soriano an den Ablauf. Er, wie die meisten anderen Starter der nächsten Tage (Jolly Boy, Danuvius, etc.), bevorzugt guten Boden, laut Wetterbericht soll allerdings viel Wasser vom Himmel fallen.
Neben dem Engagements auf der Heimatbahn, werden wir am Wochenende auch mit einigen Startern in Divonne-les-Bains vertreten sein.


24. August 2017

Ein hoffentlich Vorgeschmack auf die nächsten Tage

In einer nicht durchgehend von ungetrübtem Frohsinn begleiteten Saison stimmt zum richtigen Zeitpunkt ein Sieg für den Höhepunkt des heurigen Jahres zuversichtlich und wer anders denn Berlin Calling hätte heute in Moulins für dieses freudige Ereignis sorgen können (eigentlich nur Pressure, der es mit einem vierten Platz immerhin auch in die Geldränge schaffte). Auf weichem Boden sortierte Jockey Bertrand Flandrin die dreijährige Stute schon nach dem Start ins Vordertreffen. Auf der langen Geraden von Moulins bewies Bertrand dann gute Nerven, wartete lange auf den richtigen Einsatz und suchte ab etwa der 400m-Marke dann die Entscheidung, welches Moment Berlin Calling bis ins per Photoentscheid mit sehr knappem Vorsprung erreichte Ziel retten konnte. Die Manier dieses Sieg darf jedenfalls als Beweis für das große Kämpferherz, über welches der Schützling von Stall Herb verfügt, gelten. Allseits große Erleichterung.

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23. August 2017

Zwischenbericht

Wonderful Görl

Die finalen Vorbereitungen für die Große Woche sind voll im Gange, die letzten Arbeiten mit den für einen Meetingstart vorgesehenen Pferden absolviert. Gras und Hecken sind gemäht beziehungsweise gestutzt - es kann also los gehen. Die ersten Besitzer haben uns ihren Besuch abgestattet, in Kürze werden viele weitere, die sich in den letzten Tagen und Wochen angekündigt haben, eintreffen.

Ein absolutes Highlight während des Meetings wird aus meiner Sicht am ersten Sonntag, wenn Wonderful Görl im mit €100.000,- dotierten BBAG Auktionsrennen für zweijährige Stuten läuft, stattfinden. Wir haben das Rennen, wie allerdings rund hundert andere Besitzer und Trainer auch, schon lange ins Auge gefasst, bei uns hat schließlich alles gut geklappt und wir zählen nun zum erlesenen Kreis der Starter. Es wird im Gegensatz zu den letzten Jahren ein sehr gut gefülltes Rennen geben - so wie generell die Zweijährigen-Rennen dieses Jahr zahlenmäßig gut besetzt sind.
Wonderful Görl hat bei ihrem ersten Start alles richtig gemacht, wurde direkt Zweite hinter einer Stute ,die voraussichtllich während der Großen Woche im Zukunfts Rennen laufen wird. Ebenso tritt das damals direkt hinter uns platzierte Pferd in diesem Rennen an; er konnte sich nach seinem Debütrennen in München in Köln direkt nochmal vorstellen und wurde dort guter Zweiter, unsere Form dadurch also aufgewertet. Letztendlich muss man aber sagen, dass durchaus einige Stuten in diesem Rennen mit guten Resultaten aufhorchen ließen. Wir können auf eine tolle Vorbereitung zurückblicken, jetzt muss man sehen, wo wir stehen und wie es mit ihr weiter geht. Die Spannung ist jedenfalls groß.

Am selben Tag, sonntags also, wird auch die dreijährige Doris wieder an den Ablauf kommen. Sie lief zuletzt in München ein starkes Rennen, auch bei ihr gehen wir mit Hoffnungen an den Start.
Bereits am Samstag wird Never Say Never (Stephen Hellyn) der Turffreunde Baden e.V. nach einer Pause wieder an den Ablauf kommen. Sie präsentierte sich bei ihren letzten Arbeiten von guter Seite, klar wird sie den Start noch brauchen. Als Vereinspferd gehört ein Start in Iffezheim in der Großen Woche sowieso fast zur Pflicht, als erster Start nach Pause ist es aber ideal. Danach führt uns der Weg wieder nach Frankreich.

Mich führt der Weg bereits heute und morgen nach Frankreich. Heute starten wir mit A Sunday Dream, Lips Dancer und Winsome Academy in Vichy, erstgenannte in einem Maiden-Rennen, die beiden anderen in einem Reclamer. Night of Mystery läuft in Saint Malo, ebenfalls in einem Verkaufsrennen. Insgesamt habe ich übrigens das Gefühl, das die Qualität der Pferde in den Reclamers in Frankreich in den letzten Tagen etwas zugenommen hat. Es kommen nun bessere Pferde auf den Markt.
Morgen treten wir mit den beiden Stall Herb-Pferden Berlin Calling und Pressure in Moulins an. Pressure wird in einem Ausgleich auf seiner Idealdistanz unterwegs sein, Berlin Calling in einem Reclamer aufgeboten.

Genaueres zu den Iffzer Startern folgt die Tage.

Allen Lesern unserer Seite spannende Tage,
Gerald Geisler


29. Juli 2017

Vorschau

Vorschau München, 30. Juli 2017
Es hat uns im Südwesten zwar nicht so stark erwischt wie zum Beispiel den Harz, durch die starken Regenfälle der letzten Tage konnten wir dennoch nicht alle Arbeiten planmässig durchführen. Trotzdem fahren wir optimistisch zum Jahreshighlight, dem Gruppe 1-Renntag nach München. Mit Winzapper (Concetto Santangelo) debütiert am Sonnatg in Riem einer meiner letzten noch nicht gelaufenen Dreijährigen. Wie die meisten Hengste aus seiner Familie benötigte er viel Anlaufzeit. In den letzten Wochen konnte er sich erfreulicherweise verbessern, er wurde wacher und reifer. Ein Platz im Mittelfeld und etwas Lernfortschritt sind die Hoffnungen für Morgen.
Lips Dancer (Jozef Bojko) tritt auf seiner Lieblingsbahn über seine bevorzugte Distanz an. Die letzte Frische fehlt ihm seit Hamburg, wo er weit unter seinen Möglichkeiten geblieben ist, ein Geldgewinn ist dennoch drinnen.
Alta Monte musste aufgrund eines Infekts pausieren. Auch er liebt München und kommt mit Jozef Bojko bestens klar. Bei einem vernünftigen Rennverlauf erwarten wir ein gutes Abschneiden, schließlich fand er auch nach langen Pausen immer schnell wieder Anschluss.
Im Ausgleich 3 über 1600m sind wir vermutlich nicht nur nach Anzahl der Starter am besten gerüstet. Sowohl Doris (Jozef Bojko) als auch Winsome Academy (Stephen Hellyn) erwarte ich weit vorne. Doris bestreitet ihren ersten Start im Ausgleich. Sie lief meiner Ansicht nach zuletzt besser, als es das Ergebnis ausdrückt. Ihre Marke ist fair. Etwas enttäuscht bin ich dieses Jahr von Winsome Academy. Beim vorletzten Start wurden sie zu offensiv vorgetragen, zuletzt in Hamburg hätte sie eigentlich gewinnen müssen. Sie kann sich jetzt rehabilitieren. Die zu tragenden 60 kilo sind für eine kleine Stute allerdings kein Vorteil.

Vorschau Köln, 31. Juli
Die beiden frischen Sieger Rock to the Moon und Jolly Boy werden Montag nach Köln entsandt. Für beide Pferde konnten die Siegjockeys wieder verpflichtet werden. Jolly Boy liebt die Bahn und ist auf seiner besten Distanz unterwegs. Mit dem durch den Sieg erhaltenen Aufgewicht wird es natürlich wieder etwas schwerer, Luft wird langsam dünner. Er zeigt sich in der Arbeit nach wie vor von seiner besten Seite, guter Boden und ein schnell gelaufenes Rennen sind für ihn Voraussetzung für ein gutes Abschneiden.
Rock to the Moon lief in Köln auf 1400m letzten Herbst vor den Augen seines Besitzers auch schon ein gutes Rennen. Er fühlt sich sehr wohl, das Rennen sieht aber alles andere als leicht aus. Lassen wir uns bei ihm einmal überraschen.


16. Juli 2017

Stallneugründung

Stall Goldbrücke

Nachdem wir mit zwei Siegen in Folge hoffentlich wieder zurück auf dem Erfolgsweg sind, gibt es diese Woche weitere positive Nachrichten zu übermitteln: die Neugründung des Stalles Goldbrücke, bestehend aus einigen Iffezheimern und Leuten der Region. Auch ein Pferd hat diese Besitzergemeinschaft bereits: es handelt sich um eine England-Import Stute von Bated Breath aus der Soundwave, aus der direkten Familie vom vierfachen Gruppe 1-Sieger Churchill und aktuell der Gruppe 2-Siegerin in Newmarket Clemmie, einer Schwester von Churchill. Im Zuge der Stallgründung wurde nicht nur ein Stallname sondern auch ein Name für die Stute gesucht; einigen konnte man sich auf den klingenden Namen Be a Wave, ebenso festgelegt wurden die neuen Stallfarben.


11. Juli 2017

Gleich der nächste Sieg

Photo von Murat Fischer

Und zwar in München durch Rock to the Moon mit Rene Piechulek im Sattel. Obwohl das auf German-Racing zu findende Video, nebst anderen Sonderbarkeiten, das Rennen erst Eingang der Zielgeraden beginnen lässt, fand sich dem Vernehmen vor Ort sich aufhaltender Besucher der fünfjährige Wallach des Stalles Zugvogel schon früh im Vordertreffen, übernahm kurz nach Einbiegen in die Gerade die Führung und gab diese bis zum Überqueren der Ziellinie zum sicheren Sieg, eine halbe Länge Vorsprung hatte er dabei, nicht mehr ab.

Sämtliche Photos von Murat Fischer

09. Juli 2017

Ende der Durststrecke

Jolly Boy und Köln, das passt (meistens) einfach zusammen; nachdem der Schützling von Frau Ulrike Bauer letztes Jahr schon zwei Siege auf der Bahn in Weidenpesch holen konnte, klappte es dort auch diesesmal. Während des Rennens von Jozef Bojko, stets an der zweiten, dritten Stelle liegend, an der Innenseite gehalten, kam der siebenjährige Silvano-Sohn schon in günstiger Position in die Zielgerade und konnte auf den letzten hundert Metern den bis dahin führenden Vanish Soldier noch einholen, um den Zielbogen mit einer dreiviertel Länge Vorsprung zum sicheren Erfolg zu passieren.


06. Juli 2017

Zwischenbericht

Mit dem gestrigen Tag ging das Derby Meeting 2017 zu Ende. Auch wenn letztlich kein Sieg dabei heraussprang, liefen unsere Pferde brav in die Platzierungen, wir können mit dem Ausflug also zufrieden sein. Hamburg lockt jedes Jahr mit wirklich guten Rennpreisen, mittlerweile den höchsten in Deutschland, und mit großzügiger Transportkostenentschädigung. Selbstverständlich hat mich auch der Sieg von Maxim Pecheur im Derby sehr gefreut, hat er doch seine Ausbildung bei mir absolviert. Natürlich bin ich da auch ein wenig stolz.

Kommendes Wochenende geht es nach Anzahl der Starter, es werden nur drei sein, bei uns etwas ruhiger zu. Nichtsdestotrotz sind wir auf drei unterschiedlichen Bahnen vertreten. Pic A Sou startet in Aix-les-Bains in einem Maidenrennen, Joy to the World in Vittel in einem Verkaufsrennen und Jolly Boy tritt in Köln in einem Ausgleich an.

Unsere Kantine wird sich zur 'Großen Woche' (26. August bis 3. September) mit neuem Gesicht präsentieren, die Arbeiten dafür laufen, wie die Bilder zeigen, bereits auf Hochtouren.


24. Juni 2017

Vorschau auf die nächsten Tage

Bei Sonnenaufgang

Eigentlich sollten am Sonntag zwei meiner Zweijährigen in die Boxen einrücken und ihr Lebensdebüt absolvieren, letztlich wird es nach aktuellem Stand der Dinge jedoch nur noch einer sein. Cord Meyer, der Besitzer von Darienne du Pre wollte meinem Azubi Alois Gräter trotz Mehrgewicht gerne die Chance, wieder ein Rennen zu reiten, geben, daraus wird nun leidervorerst nichts, die Stute wird Nichstarter sein.
Die Ehre, erste zweijährige Starterin der Saison aus meinem Stall zu sein, kommt Wonderful Görl (Rene Piechulek) somit alleine zu. Schon zeitig im Jahr nährte ihre Entwicklung solche Hoffnung; sie gefällt nicht nur optisch sehr gut sondern hat auch schon früh erkannt, wofür sie geboren ist. Auf die Stute wurde keinerlei Druck ausgeübt, jeder Schritt ging von ihr selbst aus. Ihre Arbeiten erwiesen sich dann auch als entsprechend gut, sodass dem Start in München, der schon geraume Zeit geplant war, nichts mehr entgegen steht. Sie gibt uns ein gutes Gefühl, wir gehen entsprechend von einem guten Laufen aus. Das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf dem Iffezheimer Auktionsrennen für Stuten über 1200m, welches Ende August im Rahmen der 'Großen Woche' am Programm steht, das Rennen morgen stellt den ersten Schritt in diese Richtung dar

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Wonderful Görl beim Transportüben

Laut Programm 15 Minuten später wird es für den dreijährigen Hengst Woking (Stephen Hellyn) in Dortmund zum zweiten Mal in seinem Leben ernst. Nur fünf Starter finden sich in diesem Rennen an der Startstelle bei 1400m ein. Die Form aus Wissembourg darf man nicht ernst nehmen, er hatte zwar einen guten Start, war dann aber von dem großen Feld so beeindruckt, dass er vor lauter Schreck einige Längen verlor und diese nicht mehr gutmachen konnte. Wir erhoffen uns diesesmal eine Steigerung.
Danach hätte eigentlich Liberica in München an den Ablauf kommen sollen, auch bei ihr hat jedoch der "Turfteufel" zugeschlagen und sie wird die Reise nach München nicht antreten.
Um 14:45 Uhr sind Lips Dancer (Rene Piechulek) und Winsome Academy (Wladimir Panov) unsere nächsten Starter. Beide mussten sich zuletzt unter Wert geschlagen geben. Bei Lips war das Rennen für ein Speed Pferd zu langsam, Winsome hatte unterwegs keinen guten Rennverlauf. Ihr Rennen sieht nicht ganz leicht aus, es sind einige Formpferde unterwegs, trotzdem gehe ich optimistisch in diese Prüfung.
Genau gleich ausgeschrieben ist das 6. Rennen in Dortmund, in dem wir Rock to the Moon (Michael Cadeddu) aufbieten. Der Vergleich ist ganz interessant, wobei ich ganz klar sagen muss, dass die Gegner in Dortmund nochmal ein Eck stärker sind als in München. Zuletzt in Iffezheim hat Rocky den Start vollkommen "verschustert" und war somit direkt aus dem Rennen. Seine Abschlussarbeit verlief, soweit man das bei ihm sagen kann, ok, er ist keiner, der sich in der Arbeit viel Mühe gibt.

Joy to the World
Schon zuvor, im 5. Rennen, sind wir durch Heart Storm (Filip Minarik) vertreten. Er lief dieses Jahr bisher ausschließlich in Frankreich und schrammte dort mehrfach knapp an einem Geldgewinn vorbei. Gleichzeitig erhielten wir in Deutschland etwas Nachlass, sodass man sich schon Hoffnungen machen darf, vorne mitzuspielen.
In München kommt im 6. Rennen Jolly Boy (Rene Piechulek) im Ausgleich 4 über 2000m an die Reihe. Er lief zuletzt in Baden-Baden ein riesen Rennen und muss nun unter erschwerten Bedingungen antreten. Er konnte sich bisher jedoch immer nochmal steigern, ausgeschlossen ist solches auch diesmal nicht. Guter Boden und ein schnell gelaufenes Rennen sind Voraussetzung für ein gutes Abschneiden.
Last but not least gibt dann noch Soriano (Jozef Bojko) in Dortmund sein spätes Jahresdebüt. Er hatte lange Probleme mit dem Stoffwechsel und erhöhten Leberwerten. Er sieht nun gut aus und hat fein gearbeitet. Nach seiner letzten Leistung im September in München sollte er bei dieser Gegnerschaft eine gute Figur abgeben, auch wenn er eine gefühlte Ewigkeit ohne Rennpraxis auskommen musste. Der Hauptgegner kommt wohl aus unserem Nachbarland.

Am Montag treten wir in Aix-les-Bains mit der kleinen Berlin Calling in einem Ausgleich an. Vor den französischen Ausgleichern muss man wirklich den Hut ziehen. Ich habe mehrfach versucht auszurechnen, ob wir dem einen oder anderen Pferd gegenüber einen Vor- oder Nachteil besitzen, ob günstig oder ungünstig in das Rennen passen, man kommt aber nahezu immer zu dem selben Resultat: die Pferde sind komplett "ausgeglichen". Rennverlauf, Tagesverfassung, Boden etc. werden den Ausschlag über das Resultat geben. Vielleicht haben wir einen kleinen Vorteil durch ihr absolutes Wohlbefinden und Berlins immer vorhandene gute Laune - und trotz ihrer geringen Größe verfügt sie über ein riesiges Herz.

Manta Manta (vorne im Bild) und Sevillano

Inzwischen haben die Besitzer von Prime Project und ich sich darauf verständigt, ihm die lange Anfahrt (1300km pro Richtung) zum polnischen Derby zu ersparen und ihn aus dem Rennen zu nehmen. Im Sinne des Pferdes werden wir in Frankreich weiter machen. Er hat seinen Start in Wissembourg gut überstanden - wie übrigens auch meine anderen Starter vom vergangenen Wochenende; in Hassloch war der Bodenwert immerhin mit 1,8 angegeben, ein Wert, den ich in Deutschland bisher noch nie erlebt habe. Ich finde es aber vom Rennverein sehr fair, diesbezüglich eine ehrliche Angabe gemacht zu haben. So kann jeder Besitzer und Trainer selbst entscheiden, ob er sein Pferd unter diesen Bedingungen laufen lassen will oder nicht.

Mittlerweile stehen wir auch mit unseren Startern für Hamburg in den letzten Vorbereitungen. Am Bild zu sehen ist die Schimmelstute Joy to the World, die am 1. Juli unter Sybille Vogt im Amazonenreiten laufen wird. Am selben Tag soll auch der treue Leoderprofi an den Start kommen. Weiters werden wir am 2. juli auch mit dem einen oder anderen Starter in der französischen Provinz (Vittel) ins Rennen gehen. Auch die Arbeit mit meinen anderen zweijährigen Pferden nimmt immer mehr Gestalt Richtung Rennen an (siehe Manta Manta und Sevillano am Bild).

Allen Lesern ein intererssantes Rennwochenende!


15. Juni 2017

Zwischenbericht

Leichter lässt es sich natürlich über Erfolge und gute Ergebnisse als über enttäuschende Resultate berichten, bisweilen kommt man jedoch nicht umhin, auch solche anzusprechen. Da wir bemüht sind, auf dieser Seite einen (im Rahmen des Möglichen selbstverständlich) stets objektiven Blick auf unseren Stall zu geben, finden wir uns nun in eben einer solchen Situation, das zweifellos recht unerfreuliche Abschneiden unserer Pferde während der letzten rund zwei Wochen adressieren zu müssen. Öfter als es uns lieb sein konnte, blieben unsere Starter schlicht und einfach hinter den in sie gesetzten Erwartungen. Jeder der uns, d.h. mich und mein Team kennt, weiß, dass wir auf Hochtouren arbeiten, die Ursachen für diese Misere ausfindig zu machen. Einige Ansätze zeichnen sich bereits ab und wir sind überzeugt, im zweiten Drittel der Saison wieder an unsere Erfolge und berechtigen Erwartungen anknüpfen zu können.

Bereits heute Nachmittag sind wir mit drei Starter in Hassloch vertreten und auch wenn keiner davon unbedingt zum Sieg steht, sollten sie doch mit Möglichkeiten auf einen Geldgewinn ins Rennen gehen.
Voices of Kings lief in München auf für ihn zu weitem Weg enttäuschend, heute versuchen wir es deshalb wieder über reduzierte Distanz und erstmals mit Scheuklappen. Doris hingegen lieferte in Wissembourg ein feines Jahresdebüt ab. Die lange Pause zwischen den Rennen stört freilich etwas, in der Arbeit wurde ihr zuletzt förmlich langweilig. Das anstehende Rennen war also dringend nötig. Tricky Tiger lief in Wissembourg aus einer katastrophalen Startbox ein gutes Rennen. Er mag die Bahn in Hassloch, zudem wird er seinen Boden vorfinden. Das Rennen sieht recht ausgeglichen aus, eine Prognose fällt also schwer.

Am Wochenende geht es wiederum nach Wissembourg, bevor in der Woche darauf München, Dortmund und Aix-les-Bains am Programm stehen. Unter anderem werden in München meine ersten Zweijährigen an den Ablauf kommen.


03. Juni 2017

Intensives Pfingstwochenende

Das kommende Pfingstwochenende sieht uns auf vier Rennbahnen tätig, wir werden dabei rund 3500km an Transportwegen zurücklegen.

Zunächst möchte ich jedoch noch ein paar Sätze zu den letzten Tagen bzw. Wochen schreiben.
Es gibt Dinge im Leben und somit auch im Rennsport, die man beeinflussen und Dinge, auf die man keinen Einfluss nehmen kann. Wir hatten in den letzten Wochen schwere Rückschläge, zum Teil auch richtige Tragödien hinzunehmen, deren Eintreten und Ablauf sich unserer Einflussnahme entzog. Auch von schwachen Ritten sind wir nicht verschont geblieben. Dabei möchte ich an den Ritt in Lyon Parilly vom Weltklasse Jockey Gerald Mosse erinnern, an einen schwachen Ritt zuletzt auf Berlin Calling oder einen unglücklichen Ritt auch zuletzt auf Never Say Never; nicht zuletzt sei auch der Ritt in Nancy auf Heart Storm erwähnt, wobei das Rennen damals viel langsamer gelaufen wurde als zu erwarten war und man diese Form daher komplett streichen kann. Dreimal in kürzester Zeit in Frankreich Sechster zu werden macht natürlich wenig Laune. Aber im Laufe des Jahres wird sich das hoffentlich ausgleichen. Es bleibt uns also nichts übrig, als die Ruhe zu bewahren, ob wir wollen oder nicht. Mit Gewalt geht es schließlich auch nicht und somit verliere ich nicht die Hoffnung, dass wir in Kürze auch wieder gute Ritte von unseren Jockeys sehen werden - sowie das nötige Glück wie zuletzt bei Jolly Boy in Baden als wir im Zielfoto mit einer Nase vorne lagen, auf unserer Seite haben.

In dem Vorbericht zum Frühjahrs-Meeting schrieb ich im Zusammenhang mit der recht kleinen Anzahl an Startern in Iffezheim, über eine "Umsiedlung". Scheinbar habe ich mich da nicht klar ausgedrückt, ich meinte damit selbstverständlich keinen örtlichen Umzug nach Frankreich, sondern dass ich meine Pferde immer mehr im französischen Ausgleich unterbringen möchte und mir Starts in Iffezheim daher aktuell ungelegen kamen.

Schließlich möchte ich bei dieser Gelegenheit die Vorfällen um Marco Casamento aus meiner Sicht schildern.
Es haben mich in den letzten Wochen einige Dinge erstaunt, die Trennung kam insgesamt alles andere als überraschend. Dass ein junger Reiter, der sich in Deutschland etablieren möchte, den Wunsch äußert, während der Hauptsaison eine Woche Urlaub zu nehmen, war nur einer der bemerkenswerten Punkte (es sei nebenbei erwähnt, dass er nach einem kurzen Schlucken, den Urlaub von mir bewilligt bekam, ich ihn aber auch über meine Verwunderung in Kenntnis setzte). Am Tag nach den beiden Siegen in Hassloch wurde mir von Marco mitgeteilt, dass er nicht mehr wie bisher am Nachmittag arbeiten kommen wird, sondern nur noch Vormittags zu reiten gedenkt. Spätestens hier war klar, der Junge besitzt zwar viel Talent, der Erfolg beginnt ihm jedoch zum Kopf zu steigen.
Den Vogel schoss er jedoch am Tag nach den beiden Siegen in Iffezheim ab. Von einigen Seiten wurde mir berichtet, dass die Siegesfeier wohl bis ins Morgengrauen andauerte. Wenn man eine solche Aktivität verträgt, bitte sehr, den darauffolgenden Renntag jedoch im wahrsten Sinne des Wortes zu verschlafen und sich erst nach Ende des Renntages bei meinen Trainerkollegen und mir für die Abwesenheit lapidar mit einer SMS zu entschuldigen, geht gar nicht.
Aufgrund dieser unterschiedlichen Auffassungen was die Einstellung zu unserem Beruf betrifft, war es sinnvoll, dass wir uns umgehend trennten. Marco verfügt über viel Talent, hat aber noch einiges zu lernen. Sein Umgang mit Besitzern, Trainern und unseren Pferden ist zweifellos verbesserungswürdig. Pferde sind kein Sportgerät sondern Lebewesen. Sich bei jemandem zu bedanken, kostet außerdem nichts.
Dem ungeachtet wünsche ich ihm für seine Zukunft viel Erfolg.

Nun aber in die Zukunft geblickt: Zunächst geht es nach Bratislava zur Internationalen Turf Gala, zusammen mit dem slowakischen Derby der wichtigste Renntag des Jahres. Mit Lebowski treten wir über 1800m an. Leider wurde unser Vorbereitungsrennen in Montlucon aufgrund eines Unwetters kurzfristig abgesagt. Gerade bei ihm wäre eine solche Vorbereitung sehr wichtig gewesen. Trotzdem sieht er blendend aus und hat die letzten Wochen enorme Fortschritte gemacht. In diesem Rennen trefffen sich die Spitzenmeiler der Slowakei, Tschechiens und Ungarns, es wird also eine heiße Partie.
Genauso wie Leoderprofi wird er vom italienischen Spitzenjockey Antonio Fresu geritten. Dieser junge Reiter hat für mich bereits in München in den Stall Herb-Farben mit Sanjii Danon gewonnen und ist auch in Berlin im Oleander-Rennen Tres Rock Danon geritten. Aktuell arbeitet er in England für Ed Dunlop und konnte im Winter einige feine Rennen in Dubai gewinnen. Er spricht mittlerweile perfekt Englisch, was die Kommunikation erheblich vereinfacht. Auf eigenen Wunsch ließ er sich Videos der wichtigsten Rennen unserer Schützlinge schicken.
Leoderprofi wird über 1200m antreten und trifft dabei auf die mitteleuropäische Fliegerelite. Diese wurde zu meiner großen Überraschung in den letzten Wochen durch sämtliche Einkäufe in französischen Reclamers deutlich in ihrem Wert gesteigert. Wir treten also gegen einige Pferde, die in Frankreich knapp unter 40 Valeur stehen, an. Auch in diesem Rennen wird es also sehr spannend.

Am Montag sind wir auf drei Bahnen vertreten. In München kommt Voices of Kings als SportWelt-Favorit an den Ablauf. Dies liegt nicht zuletzt an seinem Reiter Kevin Woodburn, der in den letzten Tagen einge Male gewinnen konnte, unter anderem auch in Iffezheim. Die Distanz von 2100m bereitet mir etwas Kopfzerbrechen, mit Sicherheit ist es die Obergrenze.
Lips Dancer tritt in einem bärenstarken Ausgleich 2 an. Er bot zuletzt eine gute Vorstellung und er liebt München, mit einem Platzgeld wäre ich zufrieden.
Liberica konnte sich nach ihrem ersten Rennen deutlich verbessern. Sie stellte sich in Chatillon noch etwas dumm an, diesmal sollten wir allerdings mit guten Chancen antreten.

In Wissembourg sind wir mit dem Debütanten Woking (Sibylle Vogt) am Start. Vor sechs Wochen verriet er mir in der Arbeit noch nicht allzuviel, inzwischen hat er sich sichtlich verbessert. Leider sieht sein Rennen in Wissembourg gar nicht so leicht aus. Die meisten anderen Pferde treten mit Routine an, ausserdem bekamen wir eine sehr ungünstige Box zugelost.
Danuvius (Guillaume Trolley de Prevaux) und Tricky Tiger (Sibylle Vogt) treten über 1350m an. Beide brauchen zum Abrufen ihrer Bestleistung bekanntlich guten Boden. Auch diese beiden Pferde müssen leider ungünstige Startpositionen in Kauf nehmen. Mit Chancen sollten wir trotzdem an den Start gehen.

In Chatillon beginnt für Winsome Academy die Rennsaison. Sie hat lange gebraucht um in Schwung zu kommen, mittlerweile ist aber alles ok und ein Platzgeld erwarte ich mir allemal. Ludovic Proietti wird ihr Steuermann über 1600m sein. Joy the World (Ludovic Proietti) und Pressure (Bertrand Flandrin) treten ebenfalls über 1600m an. Das Rennen macht nicht unbedingt einen leichten Eindruck. Pressure bekommt nach diesem Rennen endlich sein Valeur, bei Joy to the World möchte ich die Taktik etwas verändern.

Allen Lesern, Freunden und Daumendrückern des Stalles wünsche ich interessante Renntage.

Impressionen aus Bratislava (Zum Vergrößern anklicken)

27. Mai 2017

Heimsieg

Die verhältnismäßig geringe Anzahl an Startern, die wir beim Frühjahrsmeeting heuer ins Rennen schicken, steht keineswegs in Widerspruch zu der Freude, welche uns diese bisher bereiteten. Nach dem dritten Platz von Leo am Mittwoch, konnten wir mit dem von Marco Casamento gerittenen Jolly Boy heute sogar den ersten (und bisher einzigen) Iffezheimer Heimsieger vom Geläuf holen. Der Richterspruch "Sicher", der sich im Rennbericht vermerkt findet, täuscht jedoch über die tatsächliche Natur, mit welcher dieser Erfolg errungen wurde, musste der Schützling von Ulrike Bauer schließlich bis zum letzten Galoppsprung kämpfen, um den Hals Vorsprung über die Linie zu bringen.

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23. Mai 2017

Auftakt zum Frühjahrsmeeting 2017

Mit einem für unsere Verhältnisse kleinen Aufgebot werden wir das anstehende Frühjahrsmeeting bestreiten. Im Zuge der "Umsiedlung" sämtlicher unserer Pferde nach Frankreich, bevorzugen wir die Starts knapp nach dem Meeting in Strasbourg (30.5.) und Wissembourg (5.6.). Zudem musste leider mit Prime Project einer unserer spannendsten Kandidaten kurzfristig aus dem Starterfeld genommen werden. Er begann nach einer sehr guten Schlussarbeit vergangene Woche zu husten und wird jetzt ersteinmal behandelt, bevor es für ihn wieder weitergeht.

Mit Leoderprofi tritt am Mittwoch ein absoluter Bahnspezialist in Baden an. Nach seinem Sieg in Mannheim und dem damit verbundenen Aufgewicht gestaltet sich die Aufgabe nicht ganz einfach, zumal der Boden für ihn auch zu schnell werden dürfte. Die Bahn wird sich, sollte es nicht noch ein Gewitter geben, tendenziell eher fest präsentieren. Andererseits sah Baden bestimmt schon anspruchsvollere Ausgleich 2 ... schlussendlich ist es aber auch noch ein Start vor der internationalen Turf Gala in Bratislava am 4. Juni.
Der Donnerstag sieht uns ohne Starter in Baden, dafür aber geht im 40km entfernten Wissembourg World Star unter Lena Maria Mattes an den Start. Auch für ihn wäre eigentlich ein durchlässiger Boden wünschenswert.
Am Freitag ist der für uns sehr wichtige Auktionstag mit Breeze up, für den wir drei Kandidaten vorbereitet haben. Mit Katalognummer 16 eine hochtalentierte Bated Breath-Stute aus der Familie des aktuellen 2000 Guineas Sieger Churchill (er soll übrigens im irischen Pendant als nächstes antreten soll, nicht wie ursprünglich geplant im Epsom Derby). Die Stute macht aktuell den Einruck, bald zur Hand zu sein. Sie ist nicht die Größte, dafür aber schön kompakt und kräftig. Mit Nr. 22 kommt A Magic Girl in den Ring. Sie ist eine Schwester der zweijährig platzierten A Sunday Dream und deutlich mehr Pferd als diese, korrekt mit gutem Charakter. Vielleicht nicht ganz so frühreif, aber nicht weniger talentiert als ihre Schwester. Sie besitzt Nennungen für Auktionsrennen. Mit der Lot-Nummer 42 ist dann die Campanologist-Stute Paddington Belle an der Reihe. Mittlerweile breezed sie richtig gut. Eine Stute mit eigenem Charakter aber korrekt. Auch sie verfügt über Nennungen für Auktionsrennen.

Am Samstag kommt unser aktueller Poulesieger Jolly Boy an den Ablauf. Er hat keine Vorbehalte gegen den zu erwartend festen Boden, die Distanz ist hingegen die Obergrenze. Ich persönlich fand seinen ersten Jahresstart gar nicht verkehrt, er wurde dadurch auch gefördert. Leider ist der zuletzt für Mülheim geplante Start ausgefallen, dieser Renntag wurde ja bekanntlich abgesagt.
Am Sonntag starten wir mit unserer vielleicht größten Hoffnung Rock to the Moon. Er lief bei seinem ersten Jahresstart gleich richtig gut und sollte mit guten Chancen an den Ablauf kommen.

Schöne Tage allen Besuchern und Freunden des Stalles in Iffezheim!


21. Mai 2017

Saisonsieg Numero 4

Nicht einmal eine Woche nach dem dritten, folgte heute in Hassloch schon der vierte Saisonsieg. Die als Außenseiterin ins Rennen gestartete Not Now, von Marco Casamento geritten, musste sich dabei bis weit in die Zielgerade hinein gedulden, bis sich die Lücke, welche den energischen Durchmarsch zum mit eineinhalb Längen Vorsprung sicheren Erfolg ermöglichte, auftat.


15. Mai 2017

Sieg in Belgien

Als voller Erfolg erwies sich unsere Reise zum Renntag im Belgischen Mons. Schon im ersten Rennen zeigte Alta Monte (Jozef Bojko) bei seinem Saisondebüt als längster Außenseiter (450:10) mit einem zweiten Platz auf. Unter veränderten Vorzeichen, als Favorit nämlich, ging dann im dritten Rennen Bacchus Danon an den Start. Gut abgesprungen, reihte sich der Schützling von Hans Hülsenbeck zunächst im Mittelfeld ein und konnte ab der Gegenseite sukzessive seine Position verbessern. An zweiter Stelle in die Zielgerade eingebogen, ließ der von Marco Casamento gerittene Wallach schon bald auf einen Sieg hoffen, den er schließlich auch zu fixieren wusste.


14. Mai 2017

Berlin Calling


06. Mai 2017

Vor- und Nachschau

Nach unserem ersten Jahrestreffer durch Tricky Tiger in Strasbourg ließ vergangenen Sonntag auch der zweite Zehnjährige im Stall Leoderprofi einen Sieg folgen. Beide befinden sich schon seit dem Jährlingsalter in meiner Obhut und erfreuen sich nach wie vor bester Gesundheit; etwas, das im Rennsport nicht alle Tage vorkommt. Leo lief bereits fünf Tage zuvor in Nancy, wurde damals aber zu weit aus dem Rennen gehalten und blieb trotz einer guten Speedleistung außerhalb der Platzierung. In Mannheim wusste Marco Casamento diesen Fehler zu vermeiden und blieb während des Rennens in Schlagdistanz zu den Führenden. Auf der Geraden konnte er schnell die Weichen auf Sieg stellen und damit die Befürchtung seines Besitzers, Leo könnte langsam zum alten Eisen gehören, eindrucksvoll widerlegen. Er soll nun im Frühjahrs-Meeting in Baden wieder an den Start kommen, danach am 4. Juni in Bratislava an der Internationalen Turf Gala teilnehmen.

Never Say Never feierte mit einem fünften Platz in Lyon-Parilly einen guten Einstand, wusste dabei auch durchaus zu gefallen. Es war bestimmt kein restlos geglückter Ritt denn eigentlich wäre mehr drinnen gewesen. Für die Stute stehen nun mehrere Optionen zur Erwägung.
Kaminski hingegen verabschiedete sich mit einem guten vierten Platz in München aus unserem Stall. Wir wünschen den neuen Besitzern viel Erfolg und schöne Stunden mit ihm.
Ebenso verkauft wurde Malvia, der in Mannheim noch einen dritten Platz eingaloppierte. Er wird sich fortan auf den kleineren Bahnen wohl fühlen.
Erfreulich war das Abschneiden meiner dreijährigen Pferde: sowohl die beiden Debütanten Prime Project und Pic A Sou, als auch die Jahresdebütantin Doris konnten sich in den Geldrängen platzieren. Letztere präsentierte sich über die Wintermonate verbessert und bestätigte die Eindrücke aus dem Training. Auch Pic A Sou gefiel mir als Debütant, auf seiner Vorstellung lässt sich jedenfalls aufbauen. Prime Project traf auf starke Gegner und hielt sich in dieser Garnitur sehr wacker. Seine Vorstellung war äußerst erfreulich, er ging deutlich reifer und besser als im Training. Er könnte Ende des Monats nocheinmal nach Lyon fahren oder in Baden laufen.
Heart Storm gefiel über die kürzere Distanz wieder deutlich besser und verfügt nun über eine Marke. Er hat ein Handicap in Nancy in Aussicht.
Bei unserem Ausflug nach Lyon wurde für Stall Herb überdies Berlin Calling, eine sehr treue, ehrliche Stute, gekauft. Sie soll bevorzugt in Frankreich, eventuell bereits am 30. Mai in Strasbourg an den Ablauf kommen. Ein Photo folgt nächste Woche.

Nun aber endlich zu den bevorstehenden Aufgaben. In Chatillon kommt Belcampo wieder an den Ablauf. In allererster Linie muss er nach seinem Zwischenfall in Moulins, er rutsche damals Anfang des Bogens weg, Vertrauen zurückgewinnen. Bei ihm scheint die Frage nach der passenden Distanz noch nicht endgültig beantwortet zu sein. Gearbeitet hat er auch nach dem Unglück überzeugend.
Mit Liberica kommt eine Fährhofer Debütantin an den Ablauf. Sie konnte sich in den vergangen Wochen fein steigern und könnte im Kampf um die vorderen Plätze ein Wörtchen mitzureden haben.
Tricky Tiger geht diesmal über 1600m an den Ablauf, der treue Kämpfer sollte Möglichkeiten auf einen vorderen Platz haben, auch wenn er in Chatillon bisher noch nicht viel Glück hatte.

In Montlucon kommt mit Lebowski ein Hoffnungsträger des Stalles an den Ablauf. Er benötigte wie auch in der vergangenen Saison etwas Zeit um in Schwung zu kommen, seine letzten Arbeiten waren aber schon standesgemäß. Als Zweiter des polnischen Derbys würde man meinen, die Distanz von 1700m sei ihm zu kurz, wir sind hingegen der festen Überzeugung, dass Wege um die Meile für ihn ideal sind, der zweite Platz im Derby nur aufgrund seiner Klasse gelang. Er musste sich damals bekanntlich nur dem sehr guten, auch in Deutschland bestens bekannten Caccini geschlagen geben. Leicht wird es morgen aber bestimmt nicht. Sehr günstig in der Partie steht Viva La Vita; auch wenn die letzte Form noch nicht ausreichen wird um zu gewinnen, hat sie mit dem enormen Gewichtsvorteil gute Chancen. Ebenso sind der eine oder andere Franzose, unter anderem die Nummer 1 Full Talent, der vergangenes Jahr noch in Sha Tin und Happy Valley seine Meriten verdiente, zu beachten. Ebenso wie Leo besitzt auch Lebowski nach diesem Rennen eine Nennung für die Turf Gala in Bratislava.
Joy to the World tritt in einem Reclamer über 1700m an.

Liberica und Belcampo

30. April 2017

Erster Saisonsieg auf heimischen Turf

Für unseren ersten Erfolg dieses Jahres auf heimischer Bahn sorgte heute in Mannheim der alte Haudegen Leoderprofi. Nach dem Absprung in vierter Position, arbeitete sich der zehnjährige Wallach bei zügigem Tempo kontinuierlich an die Spitze vor und lieferte sich auf der Zielgeraden schließlich einen Zweikampf mit Sensational Secret, den er mit einer dreiviertel Länge Vorsprung sicher für sich zu entscheiden wusste. Reiter Marco Casamento bringt damit seinen ersten Sieger für unser Quartier ins Ziel, Leo beschert seinem Besitzer Sasa Mladenovic den insgesamt 100ten Sieg und sichert sich selbst schon sehr früh seine siebente mit zumindest einem Sieg gekrönte Saison in Folge.

Starter


Di., 21. November - Neuss
4.R.
Jolly Boy

Mo., 13. Nov. - Mons
4.R.
Winzapper
9.
5.R.
Alta Monte
9.

Sa., 11. Nov. - Strasbourg
4.R.
Tricky Tiger
9.
4.R.
Pressure
7.

Kontakt: An der Rennbahn 8-9, 76473 Iffezheim | Tel: +49/(0)176/ 205 70 115 | Email: gerald.geisler@gmx.de