Neuigkeiten
Vorfreude auf Hassloch
Ich bin bekanntermaßen ein großer Freund der Hasslocher Rennbahn, eine der schönsten Bahnen im Südwesten, und freue mich daher, dort endlich wieder Galopprennen zu sehen und auch daran teilnehmen zu können. Den Beginn macht Minuty. Sie wusste in München (auf zu kurzer Distanz) gut zu gefallen. Leider handelt es sich diesmal nicht um ein reines Sieglosen Rennen, in diesem Altersgewichtsrennen über 2350m sind auch Pferde, die bereits gewinnen konnten am Start. Die längere Strecke wird ihr entgegen kommen. Miss Liberty und Wazlaw sind respektable Gegner, die erst geschlagen werden müssen. Minuty hat sich durch den ersten Jahresstart nochmal gesteigert und wird zumindest keine schlechte Figur abgeben. Rene Piechulek wird sie wieder reiten. Wir dürfen gespannt sein, wie weit sie kommt, ein Platz unter den ersten Drei scheint nicht unrealistisch.
Daddy's Heart' lief in Mannheim ein gutes Rennen, sah zwischenzeitlich schon wie der Sieger aus. Sein damaliger Reiter brachte ihn durch ständiges Umsehen auf der Zielgeraden jedoch aus dem Tritt und konnte ihn dadurch nicht voll unterstützen. Das ist bedauerlich, denn eventuell hätte er sonst tatsächlich gewonnen. Seit Mannheim fanden wir aus diversen Gründen kein gut passendes Rennen für den großen Schimmel. Wer weiß, wofür es gut war. Aktuell hinterlässt er im Training einen sehr starken Eindruck. Als Gegner sind die beiden unteren Pferde Shade und Mineola auszumachen, beiden geben wir Gewicht. Benjamin Marie wird Daddy diesmal reiten. Auch bei ihm ist ein Platz unter den ersten Drei das Ziel.
Endorphin und die Lebensdebutantin Teardrop starten im vierten Rennen der Tageskarte. Gemessen an seinen deutlich besseren Trainingsarbeiten lief Endorphin in München enttäuschend. Die großen Erwartungen scheint er leider nicht erfüllen zu können. Die Leistung aus Riem ist so allerdings auch nicht akzeptieren. Die Distanz von 1600m scheint mir auf Dauer zu kurz zu sein, das Rennen sieht jedoch nicht allzu schwer aus und für das Sammeln weiterer Erfahrung scheint es allemal passend. Betrand wird ihn reiten.
Teardrop ist ein überaus sympathisches weil komplett unkompliziertes Lebewesen. Eine Macke eignet jedoch auch ihr: sie bettelt jeden, der an ihrer Box vorbeikommt oder auch nur in der Nähe steht, um Futter und Aufmerksamkeit an Sie ist keine Weltmeisterin, aber es muss für sie jetzt endlich einmal losgehen. Jede Steigerung kann nur mehr über Rennen erfolgen. Sybille Vogt wird die braune Stute reiten. Mein Wunsch ist es, beide Pferde in den Geldrängen zu finden.
Unsere letzte Starterin des Tages wird Kanzashi sein. Sie ging erst spät in die Winterpause und benötigte nach ihrer Rückkehr etwas Anlaufzeit. Auch das morgige Rennen kommt im Grunde genommen noch zwei Wochen zu früh. Die dreifache Siegerin des vergangenen Jahres geht mit einer recht hohen Marke in die Saison. Den Start wird sie wohl noch benötigen.
Heute Strasbourg, morgen Krefeld
Am heutigen Abendrenntag in Strasbourg treten wir mit zwei Pferden an. Den Beginn macht die konstante Dakota Girl. Bei ihrem letzten Start auf gleicher Bahn (über um 150m weitere Distanz jedoch) verhinderte eine schlechte Startposition eine bessseren Platzierung. Heute starten wir aus Box 4, also etwas günstiger. Der Boden sollte nach den Niederschlägen der letzten Tage für alle passend sein. Die ihr in der Arbeit gestellten Aufgaben erledigt Dakota Girl zur Zufriedenheit. Bertrand wird sie wieder reiten. Mehr gibt es im Vorhinein nicht zu berichten.
Bandida Estrellita wird sich auf den Weg über die Extremsteherdistanz begeben. Mal sehen, wie sie mit dieser Herausforderung zurechtkommt. Das Rennen scheint vor dem Zug gut besetzt zu sein, einige Spezialisten sind darin zu finden. Uns muss man zu den Außenseitern zählen. Gerittten wird die kleine braune Stute von Giovanni Sias. Wir dürfen ein ordentliches Laufen erwarten, ein Geldrang würde mich zufrieden stellen.
Richtungsweisend wird das morgige Rennen in Krefeld für Scaletta. Die Fuchsstute arbeitet aktuell wie eine richtig gute Stute. Von dem Auftritt in Nancy vor zwei Wochen darf man nicht allzu enttäuscht sein; sie ging anfangs zu eifrig zu Werke und ließ dadurch schon zu Beginn viel Kraft, die ihr zum Schluss dann fehlte, liegen. Sie tritt morgen wieder mit Ohrenkappe an. Während der Geläuf in Nancy zu schnell war, sollte der Boden morgen in Krefeld durch den Regen etwas weicher und somit ideal sein. Das ohnenhin schon kleine Feld ist durch einen Nichstarter zu einem Minifeld geschrumpft. Bertrand kennt die Stute bestens. Wir dürfen gespannt sein.
Hals und Bein!
1. Mai - Renntage überall
Alleine in Deutschland findet morgen auf sage und schreibe drei Bahnen - Hannover, Leipzig und München - ein Renntag statt. Auf letzterem sind wir, wie außerdem im französischen Wissembourg, vertreten. Eva wird mit drei Pferden den Ausflug nach Riem unternehmen, ich begleite unterdessen meine Starter ins ELsass.
Den Beginn macht Endorphin. Der Amaron-Nachkomme ist ein leichter, eleganter Typ, dessen Gemüt sich über die Wintermonate sichtlich gebessert hat. Geschieht nichts wirklich sehr unvorhergesehenes, bleibt er super relaxed und erledigt seinen Job mit größter Gelassenheit. Es kann bei ihm aber auch schnell anders aussehen. Bertrand wird ihn reiten, er kennt ihn aus der Arbeit sehr gut. Seine drei Starts als Zweijähriger hätten nicht unterschiedlicher ablaufen können: beim Lebensdebut, das er als Zweiter beendete, gefiel jedenfalls sehr gut. An dieser Form gemessen, wwürde er auch morgen eine gute Figur abliefern. Nach dem ersten Start lief es allerdings nicht mehr ganz so rund, was vorallem daran lag, dass er nochmal einen Entwicklungsschub durchmachte. Während er uns während des Winters direkt ein gutes Gefühl gab, begann mit Ende des Winters eine "Husterei", die uns an einem früheren Start hinderte. Jetzt ist er aber endlich soweit startklar. Die Bahn mag er, die Distanz kann er. Die Konkurrenz selbst ist für mich ziemlich undurchsichtig, ein Platz unter den ersten Vier würde mich daher nicht unzufrieden zurücklassen.
Son Gual ließ sich bei seinem letzten Start nicht einparken und lief daher nahezu das gesamte Rennen mit der Nase im Wind in dritter Spur. Diese Form möchte ich so nicht akzeptieren. Ist Bertrand (er kennt ihn übrigens aus der Arbeit schon ganz gut) mit seinen Versteckbemühungen diesmal erfolgreicher, gehe ich von einem besseren Ergebnis aus.
Santino Corleone hat zwar lange gebraucht, um sein Winterhaar zu verlieren, sieht inzwischen aber wieder prima aus. Da es aktuell kein wirklich vollumfänglich passendes Rennen für ihn gibt, haben wir uns für das geringste Übel entschieden. Anna Lena Weidler, die bereits letztes Jahr ein Rennen mit ihm gewinnen konne, wird den großen Braunen erneut reiten. Ohne die von ihr in Anspruch zu nehmende Erlaubnis könnten wir dieses Rennen nicht bestreiten.
In Wissembourg laufen wir mit Tierna Estrellita (David Breux) und Koelle Alaaf (Emilien Puillet- Roda) in einem Rennen für französisch gezogene dreijährig Sieglose über 2400m. Dieses Rennen konnte ich bereits vor zwei Jahren mit dem Bruder von Koelle Alaaf, mit Tuppes nämlich, einmal gewinnen. Sieben Pferde sind diesmal am Start. Während ich mir bei Koelle Alaaf noch nicht ganz sicher bin, ob er die Derbydistanz steht, bin ich bei Tierna überzeugt davon. Der abgetrocknete Boden kommt wiederum Koelle entgegen, für Tierna wäre weicher Boden von Vorteil.
Hals & Bein sowie ein spannendes Rennwochenende!
Nancy, Frankreich
Nach zwei erfolgreichen Wochenenden in Folge, der Sieg in Wissembourg und danach ein wunderbarer Sonntag mit zwei Siegen, schönen Platzierungen und allen Pferden in den Geldrängen in München, surfen wir auf einer Welle des Erfolgs weiter nach Nancy.
Mit Power Prince und Beethoven stellen sich zwei Debutanten auf der Rennbahn vor und sowas ist natürlich immer besonders spannend.
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Power Prince |
Power Prince wurde von uns auf der BBAG Jährlingsauktion 2024 ersteigert und ist der erste Starter der neuen Besitzgemeinschaft Maru Baden Racing. Der dreijährige Fuchshengst ist ein höchstens mittelgroßer, kompakter, kräftiger Bated Breath-Nachkomme aus einer hocherfolgreichen Mutterlinie, welchselbiger im übrigen auch Persing entstammt. Er verfügt über einen tollen Charakter, ist null hengstisch und bringt außerdem eine tolle Einstellung mit, das heißt er arbeitet stets mit großer Freude. Unser sportlicher Fokus liegt naturgemäß noch nicht auf seinem ersten Lebensstart, sondern auf den kommenden Rennen und seiner weiteren Laufbahn. Bertrand Flandrin wird den Fuchsen reiten. Eventuell wird er diesen Start noch benötigen. Was die Distanz betrifft, ist er eventuell etwas weiteren Wegen besser aufgehoben, das Rennen wird uns nicht nur darüber Aufschlüsse geben.
Beethoven ist ein spätes Pferd, das lange im Wachstum stand und in den letzten Wochen noch große Fortschritte machte. Ist merklich straffer geworden, bewegt sich ökonomischer und wurde insgesamt mobiler. Er braucht bestimmt noch weitere Wege, mangels Alternativen müssen wir nun jedoch über zu kurze 2000m beginnen. Bertrand wird auch ihn steuern.
Scaletta benötigte etwas länger als ursprünglich erwartet, um in Schwung zu kommen. Nun ist sie endlich soweit. Für Stuten, die über kurze Wege gehen und bereits gewonnen haben, ist es leider nicht ganz leicht, passende Rennen zu finden, die Auswahl in dem Segment ist eindeutig zu klein. Zumal die 36 Valeur schon ein Brett sind und somit die Handicaps auch keine gute Option waren. Bertrand Flandrin wird sie wieder reiten. Sie geht mit Chancen in die Prüfung, aber eine "gmahte Wiesn" sieht doch anders aus.
Nächste Woche Freitag geht es in München und Wissembourg weiter.
Für Robin
Im Übrigen sei an dieser Stelle auf die Montag beginnende Online Auktion zugunsten von Robin Weber hingewiesen. Der junge Reiter, der auch für uns einige Male durchwegs erfolgreich, oft sogar siegreich agierte, steht nach seinem Unfall vor einer denkbar schwierigen neuen Situation, in der nicht zuletzt finanzielle Unterstützung sehr gelegen kommt. Ebensolche aufzustellen haben sich eine Gruppe von im deutschen Rennsport engagierten Personen und Institutionen zusammengefunden, um eine Auktion zu organisieren, deren hoffentlich möglichst groß ausfallender Erlös Robin Weber zugute kommen wird. Vielleicht wäre es insgesamt zwar höflicher gewesen und noch produktiver geworden, wenn man die als "gemeinsames Zeichen der Rennsportfamilie" beworbene Auktion auch schon im Vorfeld innerhalb der gesamten Familie kommuniziert hätte, an der guten Intention und der guten Sache ändert derlei aber natürlich nichts und darum ergeht auch von unserer Seite der Aufruf, sich an dieser Auktion behufs eines möglichst guten Ergebnisses zu beteiligen!
Zur → Charity-Auktion "Für Robin"
Erfolgreicher Auftakt zur Münchner Saison
Zwei Siege, alle Starter im Geld, so lautet unsere Bilanz des mit fünf Startern besuchten heutigen Renntages in der Bayrischen Hauptstadt. Dabei waren es ausgerechnet die beiden Jahresdebutantinnen Coletta und Dolcevida, beide der fachmännischen Hand Bertrand Flandrins (er kannte die Pferde, wir erinnern uns, immerhin schon vorher ganz gut) anvertraut, die für die Highlights sorgten.
Zunächst setzte Coletta im zweiten Rennen auf die Vorne-weg-Taktik, die bis zur mit einer Länge Vorsprung auf den Totofavoriten Sullyvan überquerten Linie erfolgreich aufging, eine Stunde später reussierte die favorisierte Dolcevida genau andersrum, das heißt mit einem zunächst weitgehend von den hinteren Rängen beobachteten und vermittels beeindruckenden Antritts auf der Geraden sogar mit zweieinhalb Längen Vorsprung ins Ziel gebrachten Rennen. Große Freude bei allen Beteiligten war die Folge.
Zum ersten Artikel auf → GaloppOnline
Zum zweiten Artikel auf → GaloppOnline
Strasbourg am 18., München am 19. April
Den Auftakt zu unserem Rennwochenende gibt Dakota Girl morgen in Strasbourg. Die Stute macht physisch und psychisch einen guten Eindruck, bewegt sich überragend und sieht blendend aus; so gut, dass sie mir jeden Tag aufs Neue ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Etwas verrückt spielen allerdings ihre Hormone: sie war die vergangenen Tage stark rossig. Hoffentlich erwächst daraus morgen kein Problem. Mit Startbox 12 war uns das Glück bei der Auslosung diesmal leider nicht hold, dennoch erhoffe ich mir einen Geldrang. Die Marke erscheint mir nach wie vor machbar. Bertrand wird sie reiten. Er kennt sie bestens.
Am Sonntag geht es dann in München mit dem ersten Renntag der Saison los. Die Rennen sahen nach Nennungsschluss allesamt machbar aus, zum Glück für den Rennverein gab es jedoch einige Nachnennungen zum Teil auch ganz schöner Brocken. Leicht wird es nicht, übermorgen ein Rennen zu gewinnen.
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Coletta mit Fethiye | Photo von Sabrina Doll |
Den Beginn machen Coletta und Minuty im zweiten Rennen. Coletta sieht seit Wochen hervorragend aus, ist längst im Sommerhaar und hat stets toll gearbeitet. Auch ihr Nervenkostüm präsentierte sie von bester Seite. Eigentlich hätte ihr erster Start schon vor 14 Tagen stattfinden können, leider gab es zu dem Zeitpunkt jedoch kein passendes Rennen. Die letzte Arbeit hat sie aber auch wieder so ein bisschen "heiß" werden lassen. Mal sehen wie sie sich im Rennen verhält. Bertrand wird sie reiten. Er kennt sie bestens.
Minuty brauchte eine etwas längere Anlaufzeit. Sie stand Ende des Winters nochmal stark in der Entwicklung und hat auch in den letzten drei Wochen noch optisch sowie bei den Arbeitsleistungen enorme Fortschritte gemacht. Die Distanz ist sicherlich zu kurz, aber es ist ein erster Jahresstart für sie. Andere, uns wichtigere Rennen stehen bei der Entwicklung im Fokus. Der übermorgige Start zählt als dahingehend weiterführendes Rennen. Rene Piechulek hat sie bereits zweimal geritten. Ein Geldgewinn wäre zweifellos schon sehr zufriedenstellend.
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Minuty mit Eva | Photo von Sabrina Doll |
Für Dolcevida habe ich ein sehr schön ausgeschriebenes Rennen gefunden. Bis auf ihre letzte schnelle Arbeit gefiel sie mir stets sehr gut. Die angesprochene Arbeit möchte ich allerdings auch nicht überbewerten. Realistisch betrachtet und über das Handicap gerechnet steht sie vielen Pferden gegenüber sehr gut im Rennen. Nur Franklin al Gunay steht ähnlich gut und scheint auch ein ganz passables Rennpferd zu sein. Bei voller Fitness zählt auch er zu den Sieganwärtern. Günstig stehen auch Arabico und Parigi, hinter beide Pferde ist jedoch Fragezeichen zu setzen.
Egal was dabei rauskommt, für Dolcevida ist es ein schöner Jahresauftakt und wir dürfen gespannt sein. Bertrand wird sie reiten. Er kennt sie bestens. München mag sie und auch die Distanz ist ideal. Alles weitere werden wir sehen.
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Dolcevida mit Saskia | Photo von Sabrina Doll |
Son Gual lief in Mannheim trotz extrem hohen Gewichtes ein tolles Rennen, das ihn natürlich weitergebracht hat. Bertrand, er wird der Reiter sein, kennt natürlich auch ihn bestens. Bahn und Distanz sind ideal für den Wallach. Dennoch sieht der Ausgleich 3 anspruchsvoll aus, ein Platz unter den ersten Vieren würde mich zufrieden stellen.
Das große Fragezeichen des Tages ist für mich Tia Sophia. Sie macht im Training gerade Fortschritte, die sie nun im Rennen bestätigen muss. Mit Kevin haben wir einen riesigen Vorteil im Sattel sitzen. Bei ihr bin ich wirklich sehr gespannt. Viel wird in dem Rennen nicht verlangt, auf einen Geldrang darf man also durchaus hoffen.
Sieg in Wissembourg
Vizindi konnte gestern unter Bertrand Flandrin in Wissembourg gewinnen. Der Link zum GaloppOnline-Artikel sowie ein Photo der siegreichen Equipe (Pferd, Jockey, Trainer, Pferdeführerin und Besitzer) sind hiermit nachgereicht.
Zum Artikel auf → GaloppOnline
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Eröffnung des Rennwochenendes in Zweibrücken
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Bandida Estrellita bei der Arbeit |
Zwar reisen wir morgen mit nur einem einzigen Starter auf die Rennbahn im schönen Zweibrücken, dafür ist dieses im Hauptrennen des Tages vertreten. Bandida Estrellita wird unter Kevin Braye im Ausgleich 3 über 1800m an den Start gehen. Ihre Schlussarbeit war vielversprechend. Die geforderte Distanz liegt aber zwar etwas unter Bandidas Komfortbereich, mit nur fünf Startern, keiner darunter als Formpferde im engeren Sinne zu bezeichnen, ist dieses Rennen allerdings auch nicht sonderlich stark besetzt. Dennoch, unterschätzen sollte man die Gegner keinesfalls, sind diese heuer immerhin schon mehrfach gelaufen, stehen also bei voller Kondition. Viel Gewicht im Sattel (60,5kg) ist außerdem kein Vorteil. Bandida konnte letztes Jahr direkt bei ihrem Jahresdebut gewinnen, man darf also durchaus gespannt sein, wie die morgige Angelegenheit verlaufen wird.
Am Sonntag geht es dann mit drei Pferden im nahegelegenen Wissembourg weiter. Den Beginn macht Vizindi, der von Bertrand Flandrin geritten wird. Er ist nach wir vor in Form, muss jedoch mit viel Gewicht ins Rennen gehen. Eine knifflige Aufgabe, auch wenn einige Pferde ohne Form dabei sind. Die großen Regenmengen sollten bis zum Start tunlichst ausbleiben. Ein Geldrang wäre erfreulich.
Koelle Alaaf gibt sein Debut als Wallach. Die Arbeitsleistungen waren sehr unterschiedlich, da es sich jedoch um ein formschwaches Rennen (Reclamer) handelt, sollte ein Geldrang im Bereich des Möglichen liegen. Auch er wird von Bertrand geritten. Im selben Rennen tritt außerdem Tierna Estrellita an, zu der Ähnliches wie bei Koelle Alaaf gesagt werden kann. Sie hat auf Gras besser gearbeitet als auf Sand. Enzo Crublet reitet sie. Nachdem bei PMH-Renntagen ab dieser Saison aus finanziellen Gründen (Sparmaßnahmen) auf die Startmaschine verzichtet wird, darf man gespannt sein, wie das ablaufen wird.
Hals und Bein
Der Rennstall Geisler wünscht Frohe Ostern
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Unsere deutsche Rennsaison beginnt morgen Samstag in Mannheim
Mit vier Startern werden wir morgen Vormittag die Reise nach Mannheim antreten. Bis auf Daddy's Heart, der in bereits Cagnes (sehr formbeständig) unterwegs war, kommen sämtliche Kandidaten aus der teilweise auf der Koppel verbrachten Winterpause und stehen noch nicht ganz so im Saft, wie ich mir wünschen muss. Die Verzögerung auf dem Weg zum Leistungspeak ist mitunter auch den niedrigen Temperaturen der letzten Tage beziehungsweise Wochen geschuldet. Die Starts dienen also (nicht nur aber) vor allem dem Aufbau und sind darum in Hinblick auf weiterführende Aufgaben dennoch als sinnvoll zu erachten.
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Doro, Tia Sophia und Daddy's Heart |
Den Beginn macht die treue Doro: sie kann Bahn, Distanz und Boden und mit Kevin Braye, ihrem dreifachen Siegreiter, versteht sie sich ohnehin bestens. Sie bekommt ein leichtes Rennen. Da maximal fünf Pferde an den Ablauf kommen, sollte ein kleiner Geldgewinn gelingen. Planmäßig geht es für sie dann am 19. April in München.
Son Gual ging letztes Jahr in derselben Prüfung mit 67kg am Start und wurde Dritter. Heuer sind es sogar 69kg, also doch schon eine ganz schöne Last. Kevin wird ihn wieder reiten. Auch er bekommt formal ein leichtes Jahresdebut, schwerer als letztes Jahr sieht das aber Rennen allemal aus. Sollte ein Geldgewinn herausspringen. werden wir uns darüber freuen, klappt es nicht, werden wir ihm das nicht übel nehmen. Sein nächstes Engagement soll ihn wie Doro nach München führen.
Im Sieglosenrennen für Vierjährige über 1900m tritt die schöne Tia Sophia, geritten von Andrea Ricupa, an. Sie ist wie obengenannte Pferde noch nicht auf 100% und wird diesen Start daher noch brauchen. Da sie in ihrer bisherigen Laufbahn überhaupt erst wenig gestartet ist, dient dieser Start außerdem dem Sammeln von Routine.
Daddy's Heart ist, wie schon erwähnt, über den Winter in Cagnes-sur-Mer gewesen und sollte daher gegenüber einigen anderen Starterneinen Konditionsvorteil aufweisen. Geritten wird er von Esentur Turganaaly Uulu. Bei einem guten Rennverlauf kann er vorne mitspielen. Voraussetzungen sind, dass er mit der Bahn klar kommt und sich selbst beziehungsweisesein Nervenkostüm im Griff hat.
Hals und Bein!
Stallpoulefeier 2026
Die Auftaktfeier zur Jubiläumsausgabe unserer Poule - es ist immerhin schon das 15. Mal, dass wir diese Veranstaltung durchführen - ist Geschichte. Auch wenn heuer einige prominente Gäste die Reise nach Iffezheim nicht antreten konnten, fanden doch viele Gäste den für sie teils weiten Weg und trugen so zu einem sehr gelungenen Abend bei. Bereits am Vormittag trafen sich traditionell einige Besitzer bei Sonnenschein auf der Rennbahn, um die Morgenarbeit der Pferde zu beobachten. Ein Novum war heuer, dass wir während des Sektempfangs mit Vizindi einen Starter in Lyon La Soie hatten. Baden Galopp beziehungsweise Celina Zindler und Carl Boost ermöglichten uns eine Live-Schaltung zu dem Rennen, die eine spannende, angenehme Atmospähre erzeugte.
Nach diesem Auftakt begaben wir uns dann hinauf in den "Finisher", wo nach einer kurzen Begrüßung das Poulevideo präsentiert wurde. Celina hat sich dafür ein paar Neuerungen dazu überlegt, die sehr gut angekommen sind. Nach dem Video wurden die Sieger der letztjährigen Poule geehrt, die allesamt ein paar Worte fanden.
Wir ließen es uns außerdem nicht nehmen, Kevin Braye für sein Amateurchampionnat zu ehren und ihm bei der Gelegenheit auch noch kundtun, dass er dem Team nicht nur wegen seines Titels Auftrieb gibt, sondern dem Stall auch aufgrund seiner positiven Art viel gibt und wir uns alle stets darauf freuen, wenn er zum Reiten an den Stall kommt. Kevin fand sehr rührende, emotionale Worte dem Team und mir als Trainer gegenüber. Er schilderte, dass er nach der Saison 2024 überlegte, die Stiefel an den Nagel zu hängen, ihm das Reiten unter den neuen Gegebenheiten jedoch wieder richtig Spaß bereitete. Seine Aussage, dass ich als Trainer allen Pferden und auch Menschen in meinem Umfeld eine Chance gebe, hat mich sehr ergriffen.
Anschließend wurde ich noch anlässlich meines 400. Trainersieges mit einer Riesentorte überrascht. Ein sehr feierlicher Augenblick!
Die Auktion selbst wurde wie immer von Klaus Eulenberger am Mikro viel mit Charme und Fachwissen hervorragend geleitet. Ein großer Dank gilt darüberhinaus unserer Organisatorin Celina Zindler sowie Kai Heitz, die uns wieder ein tolles Buffet bereiteten und ein gutes Service ablieferten. Ein Dank sei außerdem Christian Wetzel, dem Kassier und allen Teilnehmern der Poule, die auch heuer wieder für ein imposantes Ergebnis sorgten, ausgesprochen.
Nach dem gleichsam offiziellen Teil der Feier wurde noch eifrig geplaudert, diskutiert und philosophiert; von manchen sogar bis 03:30 Uhr. Fotos folgen.
Poulekatalog und Stallparade
Mit etwas Verspätung, dafür von zur Vorbereitung auf die Stallpoule geeigneter Lektüre begleitet, erscheint hiermit die eigentlich schon für gestern Abend versprochen gewesene Letztversion des diesjährigen Poulekatalog. Zusätzlich können wir, die Überschrift verspricht es schon, die uns dankenswerterweise von der Redaktion der Sport-Welt wie jedes Jahr zur Verfügung gestellt Datei mit der Sport-Welt Stallparade 2026 anbieten. In dieser Stallparade wird immerhin (wenigstens vielleicht, ganz sicher ist es ob der Nachträge natürlich nicht) der Name des kommenden Stallpoulesiegers genannt. Zwar leider nicht in diesem Zusammenhang, sorgfältiges Studium lohnt sich dennoch.
Zum → Poulekatalog 2026
Zur → Sport-Welt Stallparade 2026
Welch ein Freudentag
Auch weil der Poulekatalog 2026 endlich da ist. Aber Achtung: Mittwoch Abend folgt noch die um einige Nachträge erweiterte vollständige Version des Katalogs. Davon, schon die heute erschienene Datei auszudrucken, muss also im Sinne ökonomischer und ökologischer Überlegungen abgeraten werden.
Und außerdem: es gibt heuer eine wichtige Änderung im Regelwerk: um auch den Winterpferden eine seriöse Chance auf den Titel des/der PoulesiegerIn 2026 einzuräumen, wird sich der Wertungszeitraum diesmal bis auf inklusive den letzten Tag des Cagnes-sur-Mer-Meetings 2027 erstrecken, mitnichten (oder zumindest vielleicht nicht) ist also im Frühherbst der Kuchen schon gegessen.
Wir freuen uns jedenfalls schon darauf, Sie/Euch alle in einer Woche wiederzusehen und gemeinsam den Auftakt zur neuen Saison zu feiern!
Zum → Poulekatalog 2026
Zweiter Saisonsieg
Dreizehn Starter begaben sich heute im dritten Rennen der Karte in Lyon La Soie auf den 2150m langen über PSF geführten Weg. Am Totalisator mit einer Quote von 1:5 favorisiert, machten der Stall Kapellebuckl-Schützling Vizindi und sein Reiter Bertrand Flandrin schon von Beginn weg deutlich, dass sie dieser Rolle zu entsprechen sowohl willens als auch fähig waren. Nachdem sie, aus Startbox 1 ins Rennen gegangen, bis zum ersten Bogen direkt die Spitze übernommen hatten, führten sie das Feld in dieser Position über die gesamte Distanz und den vergeblichen Angriffen der Konkurrenz souverän trotzend mit eineinviertel Längen Vorsprung bis über die Ziellinie.
Zum Artikel auf → GaloppOnline
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Source: France Galop |
Mit positivem Ergebnis zurück aus Cagnes
Mit einem Sieg, je einem zweiten, vierten und fünften Platz sowie einigen kleineren Geldgewinnen ging es letzte Woche vom Mittelmeer zurück nach Iffezheim. Insgesamt steht eine Gewinnsumme von €18.000,- zu Buche. Das ist zwar weniger als im Superjahr 2025, dennoch dürfen wir mit diesem Resultat - zumal angesichts der auf unserer Seite hinlänglich geschilderten Umstände - mehr als zufrieden sein.
Aktuell ist es noch unklar, ob es für uns bereits am 11. März in Lyon oder erst am 13. März in Fontainebleau weitergeht. Fest steht mit dem 21. März jedenfalls das Datum der 15. Rennstall Geisler Stallpoule (der dazugehörige Katalog wird im Laufe der nächsten Woche erscheinen). Für diesen Tag sind außerdem Starter in Lyon geplant, am Tag darauf, dem 22. März, dann auch in Strasbourg.
Inzwischen hat sich der Stall und die Trainingsliste wieder ordentlich gefüllt. Wir sind stark aufgestellt und freuen uns nun auf die Saison 2026!
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Drei Starter in Cagnes
Der gestern eingeholte 400. Sieg auf der Flachbahn (meine Hindernissiege in Treviso und Meran sind in der deutschen Datenbank nicht erfasst) hat länger als erhofft auf sich warten lassen. Die Überprüfung des Rennausgangs hat dazu dann noch einen extra Beitrag geleistet und als Betroffener kam ich da doch kurz ins Grübeln darüber, ob es einfach noch nicht soweit sein soll. Der bestätigte Richterspruch sorgte dann aber für eine angenehme Erleichterung. Das Meeting in Cagnes hat nach all den Problemchen mit den Pferden - (zuerst der folgenschwere Hufbeschlag bei Dakota Girl, der eine schwere Lahmheit zur Folge hatte, dann die allergische Hautreaktion bei Daliapur um nur das Gröbste zu erwähnen; einzig die beiden Schimmel blieben von all dem bisher verschont) - nun doch endlich die Wendung zum Positiven genommen. Mit dem Sieg in Marseille, dem zweiten Platz von Vizindi und einigen weiteren Geldrängen können wir vor der morgen beginnenden Schlussrunde zumindest recht bilanzieren.
Den Beginn macht morgen Daddy's Heart', der auf Wunsch der Besitzer von Antonio Orani geritten wird. Dass der Schimmel in Frankreich zu hoch eingestuft ist, haben wir an dieser Stelle bereits erwähnt. Ich versuche die zu hohe Marke diesmal durch einen Start im Altersgewichtsrennen zu umgehen. Auch wenn wir in diesem Rennen deutlich günstiger zu den anderen Pferden stehen, als es im Ausgleich der Fall wäre, wird die Aufgabe dennoch alles andere als leicht.
Danach geht es mit unserer Neuerwerbung Mona Trezy weiter. In diesem Reclamer steht sie recht günstig in der Partie. Als Hauptgegner sind User Kindly, der mit dem Topjockey Cristian Demuro unterwegs ist, Bosioh und Indian Pacific auszumachen. In solch einem Rennen ist aber stets vieles möglich. Die unkomplizierte Mona wird von Sibylle Vogt geritten, denn als Dame nimmt sie nach französischen Reglement 1,5kg Erlaubnis in Anspruch und die könnten morgen sehr hilfreich sein werden. Bei allem Optimismus muss man dennoch abwarten, wie die braune Stutem mit der Umstellung auf ihr neues Quartier klar gekommen ist.
Vizindi lief bei seinen letzten beiden Starts richtig stark. Auch er wird ob schon erwähnten Vorteils wieder von Sibylle Vogt geritten. Bahn, Boden und Box passen und auch in der Arbeit hinterlässt er einen sehr guten Eindruck, sodass wir vorsichtig optimistisch in dieses Rennen gehen dürfen.
Die Besitzer der Pferde haben den weiten Weg ans Mittelmeer nicht gescheut und die Reise an die Cote D´Azur auf sich genommen, um den morgigen Renntag bei vermutlich bestem Wetter zu genießen. Ich selbst kann dem morgigen Renntag leider nicht beiwohnen, sondern die Rennen nur vorm Monitor beobachten.
Wir freuen uns jedenfalls schon alle darauf.
Hals und Bein!
400
Nachdem es sich als Krönung des so erfolgreichen letzten Jahes leider nicht mehr ganz ausgegangen ist, war klar, dass der erste Saisonsieg heuer zugleich der 400. in des Trainers Karriere sein wird. Heute in Marseille war es dann also soweit: Dakota Girl machte mit Bertrand Flandrin im Sattel die runde Zahl voll.
Gleich vom Start weg um die Position am Kopf des Feldes bemüht, leistete unser Duo in der Folge bis eingangs der Zielgeraden die Führungsarbeit. Die dort vom Pferd getroffene Wahl der äußersten Spur sowie ein dem Ende des Rennens folgender Protest gegen sein vorläufige Ergebnis machten die Sache zwischenzeitlich spannender als notwendig. Der Ausgang blieb dennoch der für unser Quartier so erfreuliche.
Zum Artikel auf → GaloppOnline
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Photo: France Galop |
Ausflug nach Marseille
Am Montag unternehmen wir nach kurzfristigem Entschluss einen Ausflug nach Marseille. Die dortigen Rennen wurden aufgrund der Tatsache, dass das Wasser nach den enormen Niederschlägen nicht mehr absickern konnte, von der Grasrennbahn Marseille Borely auf die PSF Rennbahn Marseille Pont de Vivaux verlegt. Diese Entscheidung begünstigte den Start Dakota Girls insofern, als durch diese Verlegung auch die Distanz von den etwas zu kurzen 1200m auf 1500m verlängert wurde.
Daliapur hingegen wäre auf Gras zweifellos besser aufgehoben, das Rennen sieht allerdings verlockend aus und auch auf PSF ist es zumindest als Vorbereitung auf das Finale am 24.02. von Nutzen. Ehrlich gesagt rechnete ich nach ihrem Hautausschlag überhaupt nicht mehr mit einem Start während des Meetings. Es sieht jetzt wieder gut aus, er arbeitet erfreulich und fühlt sich sichtlich und zweifelsfrei sehr wohl.
Ponyoma Marousha lebt nicht mehr
Das auch im Turniersport erfolgreiche Deutsches Reitpony Marousha ist mit einem Alter von weit über 30 Jahren von uns gegangen. Uns noch vom unvergessenen Hans Hülsenbeck vermittelt, verbrachte sie das letzte Drittel ihres Lebens bei uns und bereitete in dieser Zeit nicht nur meinen Töchtern Lilly und Maylin beim Reiten viel Freude sondern auch unzähligen weiteren jungen Leuten. Marousha wird in unserer Erinnerung bleiben!
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Cagnes-sur-Mer Update. Daheim füllt sich der Stall wieder
Vergangene Woche konnte ich mir im Zuge eines Kurzaufenthaltes selbst einen Eindruck von den Pferden und der Situation in Cagnes-sur-Mer verschaffen. Bei frühlingshaftem Wetter genoss ich wunderbare Sonnenstunden und durfte auch gute Arbeiten unserer Pferde beobachten. Die Hufprellung bei Dakota Girl bekamen wir mit viel Einsatz von Eva viel schneller als erhofft wieder in Griff; sie wurde deshalb kurzfristig bereits für diesen Mittwoch in einem Altersgewchtsrennen über 1600m nachgenannt. Ein Geldgewinn wäre erfreulich, das Hauptaugenmerk bei liegt jedoch auf ihrem letzten Rennen des Meetings.
Daliapur kämpft mit einer allergischen Reaktion, deren Verlauf es abzuwarten gilt. M'Glamour startet morgen Montag auf Gras über 2400m und erstmals werden ihr dabei Seitenblender angelegt. Sie steht ganz oben in der zweiten Abteilung und trägt daher 60 kilo, also Höchstgewicht. Auf dem durch die dauerhaften Niederschläge der letzten beide Tage anspruchsvoll gewordenen Boden könnte das durchaus ein Thema werden. Ihre Schlussarbeit gefiel mir jedenfalls gut.
Daddy's Heart wurde mit einem Valeur von 27 ziemlich bestraft. Er steht in Deutschland nach seinem vorletzten Start bei einem GAG von 62,5kg, damit um etwa 5kg günstiger als in unserem Nachbarland. Unser Neuzugang Mona Trezy gefällt mit sehr gut. Sie wird am 18. Februar erstmals unter neuer Farbe an den Ablauf kommen. Auch Vizindi, der förmlich aus allen Nähten platzt, soll an diesem Tag starten.
Zuhause in Iffezheim finden in der Zwischenzeit die ersten Urlauber den Weg von den Winterkoppeln zurück in den Rennstall. Es geht also wieder los. Meine Winterarbeiten konnten wir planmässig über die Bühne bringen. Die ersten Pferde können schon langsam wieder mit besseren Cantern loslegen. Es bleibt zu hoffen, dass uns keine späte Rückkehr des Winters in der Vorbereitung stört.Grau in Grau ist unsere aktuelle Modefarbe
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Vier Pferde im Iffezheimer Nebel |
Wenn man sich die aktuelle Wetterlage in Iffezheim ansieht, dominiert eindeutig Grau die Farbpalette. In Cagnes-sur-Mer ist das Wetter natürlich besser und auch die bisher dort gezeigten Ergebnisse sind nicht so grau, wie der Webmaster meint; die beste Leistung aus unserer Sicht erbrachte dennoch ausgerechnet "der Graue" Vizindi und weil es so gut passt, ist auch unser eiziger Starter morgen ebenfalls ein Schimmel, Daddy's Heart nämlich.
Zunächst aber nocheinmal zurück zum Anfang der Woche. Nach einem tadellosen Ritt der Schweizerin Sybille Vogt wurde der sich in bester Laune präsentierende Vizindi knapp geschlagen Zweiter und sorgte damit nicht nur unter den Besitzern für große Freude. Lange sah es auf der Zielgeraden sogar nach einem besseren Resultat aus. Vizindi wird vermutlich am 18. Februar wieder an den Ablauf kommen. Mehrfach wurde ich gefragt, weshalb Bertrand in dem Rennen nicht im Sattel saß: der Grund lag beim niedrigen Gewicht, dass er nicht reiten konnte.
Morgen geht es, wie gesagt, mit Daddy´s Heart und zwar in erlesener Gesellschaft weiter. Wir sind uns der Schwierigkeit dieses Rennens natürlich bewusst, da er allerdings noch einen Start in Frankreich benötigt, um an sein Valeur zu kommen und dafür nicht in einem Reclamer laufen soll, es zudem keine sieglosen Rennen für Vierjährige mehr vor Ort gibt, blieb uns nur dieses Rennen übrig. Ein Platz unter den ersten Sieben wäre schon erfreulich. Fabrice Veron wird ihn reiten.Dakota Girl muss ihr Engagement am Montag kurzfristig auslassen, da sie an einem Hufproblem laboriert. Läuft alles nach Plan wird Daliapur am Mittwoch seinen nächsten Start absolvieren. Er ist zuletzt an einem aufwendigen Rennverlauf (tiefer Boden, überpacetes Rennen) gescheitert.
Stall Junior Farm greift ins Meeting Geschehen ein
Mit zwei Startern am morgigen Samstag kommen die blau-rosa Farben erstmals in diesem Jahr an die frische Luft. Den Beginn macht dabei Daliapur, der sich in den Morgenarbeiten an der Riviera bisher von seiner besten Seite zeigte. Er trifft auf sein Geläuf und seine Distanz und auch wenn ihm zur Höchstform vielleicht noch der allerletzte Schliff fehlt, sehen wir dem morgigen Start dennoch mit Vorfreude entgegen.
M'Glamour hingegen wird das morgige Rennen wohl noch brauchen. Auch die Distanz von 2000m dürfte wohl etwas zu kurz für sie sein. Die Starts, bei denen es für sie zählt, stehen aber ohnehin erst im späteren Verlauf des Meetings an. Bertrand, der beide Pferde bestens kennt, wird die Ritte absolvieren.
Das Ende der "Goldenen Jockey Generation" ist mit dem Rücktritt von Andrasch Starke wieder einen Schritt nähergerückt. Adrie De Vries, Subi und viele andere dieser Generation zuzurechnende Reiter stehen am Ende ihrer Laufbahn oder haben diese in den letzten Jahren schon beendet. Es wird schwierig, gleichwertige Nachfolger für sie zu finden.
Karriereende für Zamnesia
Wie eng Freud und Leid oft beieinanderliegen, ist uns in den letzten Tagen wieder einmal vor Augen geführt worden: während Stall H3 Racing mit seiner Neuerwerbung Mona Trezy den erfreulichen Part des Gegensatzpaares abdeckte, musst Stall Hernstein mit einer bittere Nachricht aus Cagnes-sur-Mer vorliebnehmen. Das Flaggschiff des vergangenen Jahres Zamnesia zog sich eine zwar kleine, dennoch ernstzunehmende Verletzung zu und muss, um zukünftig keine größere Verletzung zu riskieren, ihre Karriere leider beenden. Die Pomallato Stute konnte in ihrer Karriere bei 22 Starts drei Rennen gewinnen und war insgesamt nur vier Mal außerhalb der Geldränge platziert. Die Stute befindet sich bereits auf dem Heimweg und wird nun in der Zucht ein neues Kapitel ihres Lebens aufschlagen.
Dakota Girl gab gestern den Auftakt unserer Cagnes-Kampagne. Sie lief ein gutes Rennen und kam keine zwei Längen hinter dem Sieger als Sechste ins Ziel. Es war ihr letzter Start fürs Handicap. Morgen erfahren wir ihr französisches Valeur, man darf gespannt sein.Etwas hinter den Erwartungen blieb hingegen Daddy's Heart. Er zeigte sich zu Beginn des Rennens zwar sehr eifrig, hatte dabei jedoch schon zu viel Pulver verschossen, um in der entscheidenden Phase des Rennens das nötige Quäntchen noch zulegen zu können. Bei ihm müssen wir uns noch herantasten.
Kommenden Samstag geht es mit Daliapur und M'Glamour weiter.
Neuerwerbung in Cagnes
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Mona Trezy zum ersten |
Wie angekündigt nehmen wir aufgrund bereits geschilderter Umstände erst ab Dienstag aktiv am Meetinggeschehen in Cagnes-sur-Mer teil. Dakota Girl wird im ersten Rennen der Dienstagskarte den Anfang machen und dabei auf sechs Konkurrenten treffen. Sie benötigt noch diesen einen Start, um eine Handicapmarke in Frankreich zu erhalten. Daddy's Heart wird im fünften Rennen des Tages erstmals für uns antreten. Auch er ist auf dem Weg zu einem Valeur, benötigt dafür jedoch noch zwei Starts. Der schöne große Schimmel wusste in der Arbeit gut zu gefallen, der Start über 1600m und auf PSF - der RecorderSohn ist auf diesem Untergrund noch nicht gelaufen - bedeuten ein Herantasten an die idealen Bedingungen. Zehn Pferde werden ihn auf dem Weg über die Meile Gesellschaft leisten.
Beide Kandidaten werden von Bertrand Flandrin geritten.
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Mona Trezy zum zweiten |
Eine Erfolgsmeldung dürfen wir schon vor unserem ersten Start verkünden: Für den jungen Stall H3 Racing konnten wir die Zweitplatzierte des heutigen Auftaktrennens, die sechsjährige It's Gino-Tochter Mona Trezy claimen. Die pämienberechtigte, attraktive Stute konnte bei 38 Starts bereits fünf Rennen gewinnen, war zudem 21mal platziert. Ihre Ergebnisse sprechen für Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit. Sie hinterlässt einen sehr unkomplizierten Eindruck. Wir freuen uns sehr, dass der Erwerb geklappt hat. Hals und Bein!
Die Renntermine 2026
Als besonderen Service stellen wir hiermit den Deutscher Galopp Rennkalender 2026 als Download zur Verfügung. Natürlich können die einzelnen Termine anlassbezogen noch Gegenstand von Änderungen sein, eine Grundlage für rennsportbezogene Reiseplanungen sowie einen guten Überblick der wichtigsten Rennen übers ganze Jahr bietet er allemal.
Der Jahresrückblick 2025
Wie vorgestern angekündigt, → hier die Nachbetrachtung zur vergangenen Saison.
Morgen startet Cagnes-sur-Mer
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Die glorreichen sechs Kandidaten für Cagnes |
Seit Spätherbst konkretisierte sich der Plan, auch dieses Jahr wieder an die Riviera zu reisen. Nach den wunderbaren Erfolgen vom letzten Jahr hängt die Latte diesmal natürlich sehr hoch, darüber sind wir uns vollkommen im Klaren und wissen auch, dass es dieses Jahr ganz anders laufen kann. Eigentlich war der Plan mit vier oder fünf Pferden zu fahren, nun sind es sogar sechs Pferde geworden.
Die Cagnes-Spezialisten Daliapur und Zamnesia, die beide letztes Jahr am Finaltag überlegen gewonnen haben und insgesamt ein hocherfreuliches Meeting bestritten, sind auch heuer wieder dabei. Zamnesia konnte nach dem Initialerfolg sogar eine weiteres Rennen gewinnen und steht daher im Handicap im Vergleich zu diesem Zeitpunkt des Vorjahres ungünstiger da, sie läuft dennoch super beständig und wird am Mittelmeer zwei oder drei sehr schöne Rennen bekommen.Auch Daliapur hinterlässt einen sehr guten Eindruck, er hat sich enorm gefestigt und macht uns derzeit richtig Spaß. Er könnte während dieses Meetings drei oder vier Rennen bestreiten.
Dakota Girl qualifizierte sich im letzten Moment für die Cote d´Azur. Sie benötigt noch einen Start, um ein Valeur zu erhalten. Die Auswahl an für sie geeignete Rennen ist reichlich.
M'Glamour werden die Bahn und der Boden gefallen. Sie ist allerdings eine Charakter-Stute und ob ihr das Rundherum passt, ist etwas ungewiss. Gelingt es ihr, sich mit dem ungewohnten Tagesablauf zu arrangieren, wird sie gestärkt und verbessert aus dem Meeting kommen, andernfalls wird sie es schwierig haben. Auch sie findet in den vor uns liegenden knapp sieben Wochen schöne Rennen vor.
Zwar blieb Vizindi in Cagnes letztes Jahr sieglos, dennoch lief er gute Rennen und platzierte sich mehrfach. Durch seinen Sieg Ende letzten Jahres erhielt er saftiges Aufgewicht, was es nicht einfacher macht. Er bewegt sich jedoch prima und fühlt sich sichtlich wohl. Die Auswahl der Rennen für ihn dürfte größer sein, trotzdem freuen wir uns, ihn mit an Bord zu haben.
Daddy's Heart schließlich kam, worüber wir uns sehr gefreut haben, nach dem Sales & Racing Festival zu uns in den Stall. Der große Schimmel ist ein spannendes Pferd für diese Saison. Eigentlich hätte er im Winter nocheinmal laufen sollen, es ließ sich dieses Vorhaben jedoch nicht umsetzen. Um ein Valeur zu erhalten, muss er noch zwei Mal in Frankreich an den Start kommen und das ist auch unser erstes Ziel. Als Franzose soll seine weitere Laufbahn dann zu einem großen Teil in unserem Nachbarland stattfinden. Entwickelt sich alles nach Plan, wird er bei seinem dritten Start dann sein Debut im Handicap geben.
Die Vorbereitung gestaltete sich vor allem in den Tagen rund um den Jahreswechsel aufgrund der niedrigen Temperarturen und dem damit verbundenen Bodenfrost sehr holprig und alles andere als reibungslos. Da also zunächst erstmal die versäumte Arbeit aufzuholen ist, werden wir erst später als ursprünglich geplant in das Renngeschehen eingreifen können als ursprünglich geplant. Unsere Reise wird morgen zeitig in der Früh ihren Ausgang nehmen, Eva, Saskia und Bertrand werden mitreisen. Aus dem Hippodrome de la Cote d´Azur wird es natürlich regelmäßige Berichte geben.
Am Wochenende erfolgt der Jahresrückblick.














































